Auf wenig bekanntem Weg im Kremstal unterwegs

Online Redaktion Online Redaktion, Tips Redaktion, 29.08.2018 11:30 Uhr

WALDVIERTEL/ELS. Auf Einladung von Sonja Weber und René Zabransky besuchte Tips Wanderexperte Erich Schacherl das Kremstal im Bereich der Gemeinde Albrechtsberg/Krems. Ein wenig bekannter, aber empfehlenswerter Wanderweg lud ein. von ERICH SCHACHERL

Sonja Weber und René Zabransky kennen den Abschnitt des Kremstales bei Albrechtsberg an der Großen Krems vermutlich so gut, wie kaum sonst jemand. Der „Grand Canyon des Waldviertels“ wird dieser Bereich des Flusstales treffend genannt. Tief hat sich das Wasser in Millionen von Jahren in das Gestein gegraben und so spektakuläre Steil- und Felswände hinterlassen, wie es sie sonst im ganzen Waldviertel nicht gibt. Alpine Verhältnisse im Granitland, das ist eine echte Besonderheit.

Waldviertler Höhlental

Hier liegt auch die berühmte Gudenushöhle und hier befindet sich der „Zwickl“, wie der Zusammenfluss von Kleiner und Großer Krems genannt wird. Die Burg Hartenstein thront über dem Fluss, noch zahlreiche andere Höhlen warten darauf besichtigt zu werden, etwa die Eichmeierhöhle, die Schusterlucke oder die Teufelskirche. Der Aussichtspunkt „Wotansfelsen“ soll nicht unerwähnt bleiben. Ein einzigartiges, wunderschönes Gebiet.

Die Kremstalfans und Naturfreunde Sonja und René sind seit Jahren im Waldviertler Crand Canyon unterwegs. Sie kennen sich schon lange, ihre Wohnhäuser stehen nebeneinander in der Gemeinde Els und so war es naheliegend, sich zusammenzutun und ihre Freude an der Natur, am Wandern und an der Naturfotografie miteinander auszuleben. Sie kennen vermutlich jeden Weg, jeden Schleichpfad, jede Höhle.

Sonja ist zusätzlich noch eine Spezialistin für Pflanzen, René weiß über die Geschichte der Region besonders viel. Beide begeistern sich auch für Heimatkunde und die Erforschung der Region. Aus all dem entstand ein Multimedia-Vortrag, in dem sie ihr Wissen in Bilder, Texte und Geschichten gepackt haben.

Schwarzes Kreuz

Im Kremstal luden Sonja und René zu einer Tour ein, „die so etwas wie ein Geheimtipp ist“, wie René es nannte. Ausgangspunkt ist der Hauptplatz in Els. Entlang der Hauptstraße ostwärts an der Hauptschule vorbei und dann rechts einem Feldweg folgend hinunter ins Flusstal führt der erste Wegabschnitt.

Beim Sägewerk Kühtreiber wird die Kleine Krems erreicht, es geht nach links. Nicht weit entfernt beginnt der geologische Lehrpfad entlang des Zufahrtsweges zur Burg Hartenstein. Der Weg führt zur Burg hinauf, rechts daran vorbei und wenige Minuten später verlässt ein Waldpfad den Forstweg.

Auf die Markierung ist hier besonders zu achten, sonst kann der Pfad leicht verfehlt werden. Der folgende Wegabschnitt ist großartig! Beim Schwarzen Kreuz gibt es fantastische Aussichten. Der Weg führt von dort wieder zurück zum Burgeingang, wo linkerhand der Abstecher zur sogenannten „Schwedenschanze“ beginnt. Der Name erinnert an die Belagerung der Festung durch schwedische Truppen während des Dreißigjährigen Kriegs.

Einige Minuten geht es steil bergauf, dann noch ein kurzes Stück eben und der wunderbar gelegene Platz ist erreicht.Der Rückweg führt wieder hinunter zur Burg und dann folgt er exakt dem Hinweg zurück nach Els.

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