Einmal rund um den Alt-Nagelberg herum

Online Redaktion Online Redaktion, Tips Redaktion, 27.08.2018 09:16 Uhr

ALT-NAGELBERG/GMÜND. Das Glaskunstdorf Brand-Nagelberg, zu dem die Ortschaft Alt-Nagelberg gehört, hat neben Glaskunst und Glaserzeugung auch schöne Natur zu bieten.Vor allem Ruhe und Beschaulichkeit.Entlang eines regionalen Wegs, der das Dorf umrundet,ist viel davon zu kriegen. von ERICH SCHACHERL

Das Waldviertel kann nicht nur flächenmäßig mit viel Wald aufwarten,sondern auch mit sehr unterschiedlichen Wäldern, je nachdem, in welcher Gegend man sich befindet. In der Umgebung von Alt-Nagelberg – nördlich von Gmünd und westlich von Heidenreichstein- sind vorwiegend Rotföhren-/Fichtenwälder mit dichter Heidelbeervegetation am Boden zu erleben. Das hat ein eigenes Flair.

Auffallend ruhig ist es außerdem hier in dieser Gegend sehr nahe an der tschechischen Grenze. Und beschaulich, entspannt,gut entschleunigt. Für Wanderer die ruhigen Naturgenuss schätzen eine empfehlenswerte Ecke des Waldviertels. „Wir sind unter Garantie eine der friedlichsten Regionen der Welt“, heißt es in einer Werbebroschüre des Waldviertel Tourismus. Sehr treffend formuliert für meinen Geschmack. 

Hinterpocher

Nicht lange nach dem Abmarsch beim Informationszentrum (Glasmuseum Apfelthaler) erreiche ich einen besonderen Platz mit einem ungewöhnlichen Namen: „Hinterpocher“.Es handelt sich dabei um ein Naturgebilde mit einer Felswand, einzelnen Granitblöcken,einer Blockhalde und einer Blockstrecke im Saubach, „dass wegen seiner Eigenart erhaltenswürdig ist“, wie es im Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Gmünd vom 23. Februar 1927 heißt, als der Platz zum Naturdenkmalerklärt wurde. Damit istHinterpocher einer der ältesten behördlich geschützten Naturplätze des Bezirkes.

Der Name Hinterpocher hat mit der Geschichte der Gegend und Glaserzeugung zu tun. ErichGeppert schreibt dazu in seinem Buch „Geschütztes Naturgut des Gmünder Bezirkes“: „Zur Glaserzeugung benötigte man unter anderem gepocherten Kies (gepochert heißt, Kies wird zu Staub zerkleinert), wozu Wasserkraft notwendig war. Hier bot sich das Gerinne Saubach an, das an zwei Stellen ein größeres Gefälle aufwies….. Der zweite Standort ergab sich im Wald bei den großen Steinen. Für diesen Pocher setzte man zur Erkennung den Namen “Hinter„ davor. Somit war der Name “Hinterpocher„geboren“. 

Der Weg ist das Ziel

Ich folge dem blau markierten regionalen Wanderweg Nr. 43. Die ganze Strecke entlang ist die Route gut markiert. Eine Karte habe ich mir vor dem Abmarsch beim Gemeindeamt geholt. Der Weg selbst ist das Ziel, er führt durch die Wälder rund um die Ortschaft, ein Stück folgt er den Gleisen der Waldviertelbahn, gibt Einblicke in die Siedlung und führt an Teichen vorbei. 

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