Schneerosenblüte am Freinberg

Online Redaktion Online Redaktion, Tips Redaktion, 14.03.2019 10:13 Uhr

Wenn die letzten Schneereste den Schneerosen weichen und erste Leberblümchen aus den aufgehenden Waldböden sprießen, dann wird es Zeit, die Wanderstiefel zu schnüren und das Erwachen der Natur hautnah mitzuerleben. Das Ennstal bei Ternberg ist für seine Frühlings-flora bekannt. Dort laden die Südostflanken des Freinberges zur Schneerosenpirsch. von MICHAEL WASNER

Vor dem Gasthof gegenüber dem Bahnhof befinden sich gelbe Wanderwegtafeln. Wir suchen uns den mit einer Gehstunde knapp bemessenen Freinberg-Rundweg E80 und folgen seinem Richtungspfeil entlang der Bahn zur Ennsbrücke und hinüber zur Pfarrkirche (reiches Kreuz- und Netzrippengewölbe, kostbarer Hochaltar mit Gemälde von Carl v. Reselfeld, 1689).

Beim Pizzeria-Restaurant links die Hauptstraße hinaus zur Ortsumfahrung. Schräg rechts gegenüber ein Pizza-Stand, davor Einstieg in die von Buchenmischwald bestandene Freinberg-Südostflanke. Sanft steigt das Wegerl an, ein Fitnessparcours gesellt sich dazu. Die Hänge sind voll von Schneerosen und da und dort durchdringen zarte Leberblümchen das braune Herbstlaub. Es folgt eine Wegteilung und diese stellt zur Wahl, ob man sich mit dem Freinberg-Rundweg begnügt (1 ½ Stunden) oder mit einer weiteren Zusatzschleife über die Großternberg-Alm auf drei Stunden verlängert. Der Freinberg-Rundweg steuert nun nahezu eben in einer Viertelstunde den Thalergraben an, wo auch die Zusatzschleife wieder einbindet.

Entlang der Zusatzrunde

Für die Zusatzrunde zweigt man links auf den E81 ab und folgt in einer Viertelstunde den steilen Kehren aufwärts zum Kletterfelsen Rabenstein und weiter hinauf zur „Fahne“ (500 m), einem leicht exponierten fahnengeschmückten Felsvorsprung mit Bankerl, welches einen herrlichen Ausblick auf Ternberg und das Ennstal freigibt.

Über einen blütenübersäten Seitenkamm weiter aufwärts und im Rechtsbogen durch die oberen Freinberghänge hinaus ins Freie. Auf einem aussichtsreichen Güterweg nähern wir uns der von einer Sendeanlage gekrönten Gipfelkuppe der Großternberg-Alm (694 m – eine Std. von Wegteilung). Beim Bauernhof gleich daneben gibt es wieder zwei gelbe Wanderschilder. Wir halten uns bei „Ternberg T83“ genau an die Pfeilrichtung und finden entlang des Hauszaunes einen Weg (rote Markierung am Baum), der im Hangwald zur Raschlhöhe hinableitet. Ein kurzes Stück Straße, dann rechts über die Wiese abwärts in den Thalergraben, wo beim Haus Thalerstraße 15 wieder in den Freinberg-Rundweg eingebunden wird.

Farbenprächtige Kreuzwegstationen

Mehrere Bankerl säumen den letzten Anstieg hinauf zur Waldkapelle, dann gehts entlang farbenprächtiger Kreuzwegstationen sanft abwärts zum Alten Pfarrhof. Die Ternberger Pfarrkirche vor Augen, spazieren wir auf der Heldenstraße durch die Siedlung, queren bei der Holzbaracke (ehem. KZ-Nebenlager) die Umfahrungsstraße und erreichen durch das Marktzentrum und die Steyrbrücke wieder den Bahnhof.

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