BRAUNAU. Als Polizisten gerade eine Ladung zustellen wollten, drang ihnen Cannabisgeruch aus der Nachbarwohnung in die Nase. Der Bewohner rauchte gerade einen Joint und führt die Beamten damit geradewegs zu seinen 15 Hanfplanzen.

Eine Polizeistreife versuchte am Montag, 11. September, gegen 13:45 Uhr im Zuge der Streifentätigkeit eine Ladung an eine in Braunau lebende Person zuzustellen. Auf der Suche nach dem Postkasten nahmen die Beamten aus dem offen stehenden Fenster der Nachbarwohnung deutlichen Cannabisgeruch wahr. Sodann klopften die Beamten an der dazugehörigen Wohnungstür, wobei ein sichtlich nervöser, arbeitsloser 28-Jähriger diese öffnete. Auf den Cannabisgeruch befragt, gab er an, er habe soeben einen Joint geraucht. Daraufhin stürmte er in sein Schlafzimmer und schloss sich darin ein. Die Beamten hörten, wie er hektisch mit Gegenständen hantierte und beobachteten, wie er durchs Fenster Cannabispflanzen in den Garten warf und einen Teil des Cannabiskrauts aß. Anschließend floh er vom Schlafzimmer ins Badezimmer und betätigte die WC-Spülung. Bei der anschließend durchgeführten Hausdurchsuchung konnten mit Unterstützung der Suchtmittelgruppe und einer weiteren Streife im Schlafzimmer des Beschuldigten 15 Hanfpflanzen, rund 120 g Gramm Cannabiskraut, sowie diverses Aufzuchtequipment sichergestellt werden. Weiters stellten die Polizisten einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker sicher. Der 28-Jährige wurde nach dem Suchtmittelgesetz und dem Waffengesetz bei der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis angezeigt. Ein vorläufiges Waffenverbot wurde ausgesprochen.


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