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BRAUNAU. Die Braunauer Bezirkshauptmannschaft feiert dieses Jahr ihr 150. Jubiläum. Bei der offiziellen Feier am Freitag, 11. Mai, können die Besucher einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Die Bezirkshauptmannschaft Braunau feiert ihren 150. Geburtstag und lädt zu einem abwechslungsreichen Tag der offenen Tür ein.

Im Jahr 1868 wurden die Verwaltungsaufgaben im damaligen Erzherzogtum „Österreich ob der Enns“ immer umfangreicher, weshalb die zwölf oberösterreichischen Bezirkshauptmannschaften gebildet wurden. Heute sind diese Institutionen vor allem Berater in Bereichen wie Gesundheit und Soziales, Wohnbau, Sicherheit, Ordnung, Verkehr, Katastrophenschutz, Umwelt- sowie Naturschutz.

„Eine funktionierende Verwaltung, wie sie die Bezirkshauptmannschaften leben, garantiert ein friedvolles Zusammenleben und bildet einen wichtigen Bestandteil unseres demokratischen Rechtsstaates“, sagt Bezirkshauptmann Georg Wojak.

Feier zum 150. Geburtstag

Anlässlich des 150. Jubiläums öffnet die Bezirkshauptmannschaft Braunau für einen Informations- und Unterhaltungstag ab 10 Uhr ihre Pforten. Auf dem Programm steht die Präsentation der Sicherheitspartner wie Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz und Bundesheer. Außerdem können historische Fahrzeuge der US-Army und Kunstwerke der Schüler der Mittelschule Eggelsberg besichtigt werden.


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Andreas Maislinger
Andreas Maislinger
06.08.2019 00:51

"Friedensbezirk" Braunau erinnert an "Friedensstaat" DDR

Auch in der DDR haben sich die Kommunisten als "Friedensstaat" definiert. Darauf habe ich ohne Erfolg versucht, Georg Wojak anzusprechen. Aber wie in einer Einparteienherrschaft war bei ihm kein Meinungsaustausch erlaubt. Es musste alles so geschehen, wie von ihm angeordnet. Der Friedensbezirk wurde nicht in einer Versammlung der 46 BürgermeisterInnen gemeinsam beschlossen, sondern durch die Aufstellung der Tafeln an den Grenzen des politischen Bezirks Braunau am Inn von ihm als Bezirkshauptmann dekretiert. Immer wieder wurde seit 2008 über die von Georg Wojak initiierten Friedenssymbole berichtet und der Bezirkshauptmann hat auch immer wieder behauptet, dass dadurch das Hitler-Image beseitigt worden wäre. Leider ist jedoch geradezu das Gegenteil der Fall! Die Stigmatisierung der Stadt Braunau am Inn hat weltweit sogar noch zugenommen. Dafür kann ich auf Wunsch eine Reihe von Belegen liefern. Der von Georg Wojak ausgerufene Friedensbezirk Braunau kann weltweit gegen das Hitler-Image auch keine Wirkung erzielen, weil es nicht einmal eine englische Übersetzung dafür gibt. Von Französisch, Russisch, Spanisch und anderen Weltsprachen gar nicht zu reden. Die Wirkung seines von oben dekretierten Projektes war immer auf seinen Bezirk und einige Nachbargemeinden beschränkt. Seine Aussage "Der Hitler hat hier maximal seine Windeln gefüllt" vom September 2012 hat jedoch seither auch überregional Aufsehen erregt und zum Negativimage der Stadt Braunau am Inn beigetragen. Der Bezirkshauptmann wurde wegen seines unüberlegten Sagers immer wieder als "unsensibel" bezeichnet.