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BRAUNAU. Vor sechs Jahren wurde das Islamische Friedenszentrum gegründet. Der Initiator und Obmann des Vereins Ashraf Abdelrahman will seither vor allem Vorurteile abbauen und ein liebevolles Miteinander fördern.

Foto: Privat
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„Es existieren leider sehr viele Vorurteile über den Islam auch innerhalb der muslimischen Community, wodurch man als Andersgläubiger natürlich schnell ein verzerrtes Bild erhält“, bedauert Ashraf Abdelrahman, der neben seinem Jurastudium auch Islamwissenschaft studiert hat und seit sechs Jahren als Seelsorger im Islamischen Friedenszentrum Braunau tätig ist. Der gebürtige Ägypter hatte damals die Idee, den Verein zu gründen, um in seinen Vorträgen und Diskussionen ein liebevolles Miteinander zu fördern: „Wir sind alle Geschwister der Menschlichkeit, ganz gleich ob und welche Religion, Kultur, Aussehen oder Herkunft“, ist seine Devise.

Spannungen und Ängste abbauen

Doch es gibt noch viel zu tun, um Spannungen und Ängste abzubauen. Auch in Braunau sei die Angst vor dem Islam oft deutlich spürbar, bedauert Abdelrahman und betont: „Der Grund für diese Angst ist nicht nur auf angstschürende Medien zurückzuführen, sondern natürlich auch auf Muslime, die sich daneben benehmen. Es gilt jedoch hier zu differenzieren und auf keinen Fall alle Muslime pauschalisierend in einen Topf zu werfen. Das schadet letztendlich der gesamten Gesellschaft, da Angst und Hass keinem gut tun.“ Die große Mehrheit der Muslime sei jedoch offen und tolerant. In den sechs Jahren habe es nur zwei Herren gegeben, die aufgrund ihrer Ideologie des Vereins verwiesen wurden. Sie seien Andersdenkenden gegenüber intolerant gewesen, was vom Verein nicht geduldet wird.

Gemeinsame Aktionen

Um Aufklärungsarbeit zu leisten, führt der Verein verschiedene Aktionen durch. Außerdem spielt die Zusammenarbeit mit anderen Religionsgemeinschaften eine große Rolle.


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