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BRAUNAU. Nach erfolgreicher Übergabe kann die serbisch-orthodoxe Gemeinde das orthodoxe Ostern bereits in der Kapuzinerkirche Braunau feiern.

Foto: Janifest, Adobe Stock
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Ostern ist das wichtigste Fest der Christenheit, die Orthodoxen nennen es das „Fest der Feste“. Während Katholiken bereits am vergangenen Wochenende die Auferstehung Jesu Christi gefeiert haben, steht das „Fest der Feste“ in den meisten orthodoxen Kirchen kurz bevor: Am kommenden Sonntag feiern sie alle Ostern. Rechtzeitig zum orthodoxen Osterfest sind die serbisch-orthodoxe Glaubensgemeinschaft und die Ordensgemeinschaft der Kapuziner Österreich-Südtirols nun übereingekommen, dass die Kapuzinerkirche in Zukunft von der serbisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft genutzt wird. Zusammenarbeit mit orthodoxen Kirchen hat bei den Kapuzinern bereits Tradition: In Bozen, Südtirol, das zur selben Kapuzinerprovinz gehört, teilen sich Kapuziner und rumänisch-orthodoxe Gemeinde die Kapuzinerkirche. Die Kapuzinerkirche Knittelfeld wird ebenfalls von einer rumänisch-orthodoxen Gemeinschaft genutzt. In Braunau ist es nun die serbisch-orthodoxe St. Markus Kirchengemeinde, die die Kirche nutzt. Schlüsselübergabe war letzte Woche, um die Osterfeier in den Räumen der Kapuzinerkirche zu ermöglichen.

Eine Ideallösung

„Für unsere Glaubensgemeinschaft ist es entscheidend, eine Kirche zu erhalten, die bisher von einer Ordensgemeinschaft genutzt wurde. Wir sind Christen in der Welt, aber unsere Identität hat sehr stark mit der Identität der Mönchsorden zu tun. Die Klosterkirche zu übernehmen, ist eine Ideallösung“, erklärt der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej Cilerdzic. Auch Kapuzinerprovinzial Bruder Erich Geir ist mit der Übergabe zufrieden: „Mit der Schlüsselübergabe zu Ostern kann unsere orthodoxe Geschwisterkirche nun in den neuen Räumen feiern. Das ist auch für uns ein Geschenk - mit der serbisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft ist unsere Kirche in guten Händen. Ich freue mich sehr darüber und wünsche ihnen Gottes Segen.“

Kalenderreform im 16. Jahrundert

Die verschiedenen Ostertermine in den christlichen Traditionen hängen mit der Kalenderreform im 16. Jahrhundert zusammen: Während die Katholiken ihren Ostertermin nach dem gregorianischen Kalender berechnen, richtet sich das Osterfest der orthodoxen Kirchen nach dem julianischen Kalender.


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