Kinderfreunde Innviertel unter neuer Leitung
INNVIERTEL. Simone Schabetsberger aus Riedau ist die neue Geschäftsführerin der Kinderfreunde Region Innviertel mit Hauptsitz in Mattighofen. Im Interview spricht sie über Beweggründe, Ziele und Herausforderungen.

Tips: Was macht Sie zur „Kinderfreundin“?
Simone Schabetsberger: Meine persönliche Einstellung und meine Wertehaltung. Die Kinderfreunde zählen Solidarität, Gleichheit, Gerechtigkeit, Frieden, Freiheit und Toleranz zu ihren Grundwerten. Mit diesen Werten und der Idee dahinter habe ich mich viel beschäftigt und ich finde mich darin wieder. Weiters ist es mir wichtig, mich für Kinder und Jugendliche stark zu machen – das ist eine Grundeinstellung der Kinderfreunde.
Tips: Was hat Sie am Job der Geschäftsführerin gereizt?
Schabetsberger: Das abwechslungsreiche Aufgabengebiet sowie der Blick von der „anderen“ Seite. Bis jetzt war ich im ehrenamtlichen Bereich der Kinderfreunde vertreten und ich finde es spannend, die Aufgabe als Geschäftsführerin in einer so vielfältigen und zukunftsorientierten Organisation anvertraut zu bekommen.
Tips: Welche Ziele haben Sie in Ihrer neuen Funktion als Geschäftsführerin?
Schabetsberger: Ich möchte, dass so viele Kinder wie möglich eine so unbeschwerte und gerechte Kindheit erleben können, wie ich sie gehabt habe. Das ist leider in unserer Gesellschaft keine Selbstverständlichkeit und die Schere zwischen arm und reich wird immer größer, was die Situation für Familien zunehmend erschwert. Weiters sind mir der Ausbau von Elternbildungsangeboten und das Angebot Ferien im Betrieb sehr wichtig.
Tips: Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus? Was sind Ihre Hauptaufgaben beziehungsweise Herausforderungen?
Schabetsberger: Kein Tag ist wie der andere. Von lustigen Gesprächen mit Ortsgruppen über sehr sachliche und richtungsweisende Entscheidungen mit Vertretern von Behörden und Firmen bis hin zu Mitarbeiter-Treffen und dem Austausch mit anderen Regionen aus Oberösterreich.
Tips: Sie sind selbst junge Mutter. Kinderbetreuung ist und bleibt ein großes Thema. Wie bekommen Sie Familie und Beruf unter einen Hut?
Schabetsberger: Es ist eine große Herausforderung. Durch meine familiäre Situation habe ich das Glück, dass mir die Ausübung eines so zeitintensiven und herausfordernden Berufes ermöglicht wird.
Tips: Und was muss sich in Sachen Kinderbetreuung Ihrer Meinung nach in Oberösterreich noch verändern?
Schabetsberger: Ein flächendeckendes Kinderbetreuungsangebot ab dem Kleinkindalter sollte zum Standard werden. Denn junge Eltern sollten die Möglichkeit haben, sich entscheiden zu können, wann sie wieder ins Berufsleben einsteigen möchten. Eine Abhängigkeit vom Platzangebot in Betreuungseinrichtungen sollte heutzutage keine Barriere darstellen. Familien brauchen in diesem Bereich Sicherheit.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden