Mehr Private, weniger Firmen insolvent
BRAUNAU. Ganz entgegen dem österreichweiten Trend entwickelten sich die Insolvenzzahlen im Bezirk Braunau im ersten Quartal des Jahres.

Insgesamt 179 Unternehmen in Oberösterreich eröffneten im ersten Quartal 2016 ein Insolvenzverfahren. Das sind um 10 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit ist auch in Oberösterreich ein bundesweiter Trend nach oben zu erkennen. Entgegen dieser Entwicklung nach oben verbucht der Bezirk Braunau in den ersten drei Monaten des Jahres mit neun an der Zahl um 40 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen als im Jahr zuvor.
Hauptursache sind laut Creditreform Managementfehler, Konkurrenzdruck und Forderungsverluste. Die am stärksten betroffene Branche ist das Bauwesen gefolgt vom Handel. Niedrige Zinsen und billiges Öl würden derzeit den Abwärtstrend noch dämpfen, heißt es in einer Aussendung von Creditreform, insgesamt müssen sich die heimischen Unternehmen in diesem Jahr aber auf mehr Insolvenzen einstellen.
Zunahme bei Privaten
Während bei den Privatinsolvenzen österreichweit eher ein Rückwärtstrend zu sehen ist, stieg die Zahl der Privatinsolvenzen im Bezirk Braunau um 7,1 Prozent auf insgesamt 15 an. In ganz Oberösterreich waren es mit 353 um 9,3 Prozent mehr als im ersten Quartal des Vorjahres. Die zu erwartende Steigerung der Arbeitslosenzahl könnte sich weiter negativ auf die Insolvenzentwicklung auswirken, vermutet Creditreform.


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