Umfrage zur Fußgängerzone Eisengasse: wenig Beteiligung, aber viele Anregungen
FREISTADT. Enttäuschend war der Rücklauf der Postkartenumfrage zur Fußgängerzone in der Eisengasse. Von gut 3.700 Postkarten, die mit der Gemeindezeitung an die Freistädter Haushalte verschickt worden sind, kamen nur 372 retour.

Konkret abgestimmt wurde mittels Tip-on am Gemeindeblatt über folgenden Vorschlag: In der Gastgarten-Zeit von Mai bis Oktober wird ein Teil der Eisengasse jedes Wochenende von Freitag 18 Uhr bis Samstag 24 Uhr zur Fußgängerzone – wie auch schon im Vorjahr. Fahrradfahrer sind vom Fahrverbot ausdrücklich ausgenommen. Von 3.700 Haushalten stimmten jedoch nur 288 für eine Fußgängerzone in der Eisengasse.
Bürgerliste Wiff fühlt sich in ihrer Kritik bestätigt
„Das Ergebnis der Postkartenumfrage zur Fußgängerzone in der Eisengasse ist zur vollen Bruchlandung für VP, SP, FP und Grünen in Freistadt geworden. Von ca. 3.700 Postkarten an die Freistädter Haushalte waren nur 288 für eine Fußgängerzone trotz einseitiger Berichterstattung im Gemeindeblatt. Es gab 83 Nein-Stimmen und die große Mehrheit der Freistädter Haushalte antwortete gleich gar nicht“, kann sich die Bürgerliste Wiff den Spott nicht verkneifen. Die Bürgerliste hatte im Vorfeld die „unseriöse Vorgangsweise einer Postkartenbefragung aller Freistädter Haushalte über das Schicksaal einer einzigen 70 Meter langen Gasse zu entscheiden“ heftig kritisiert.
Ideen der Freistädter zur Verkehrsgestaltung in der Innenstadt
Positiv sei, dass sich einige Freistädter Ideen und Gedanken zur Verkehrsgestaltung in der Innenstadt machten und diese via Postkarten, in E-Mails und Briefen der Stadtgemeinde mitteilten. „Diese gilt es zu sichten und auf realistische Umsetzbarkeit zu prüfen“, sagen Wiff-Fraktionsobmann Rainer Widmann und der für die Innenstadt und Wirtschaft zuständige Gemeinderat Hubert Reitbauer.
Entscheidung im Gemeinderat
„Ich danke allen Freistädtern, die bei der Befragung mitgemacht und uns ihre Meinung mitgeteilt haben. Wir haben viele gute Vorschläge und teilweise sehr umfangreiche Stellungnahmen erhalten. Verkehrsstadträtin Sonja Seifried wird gemeinsam mit ihrem Ausschussteam die Ergebnisse beider Befragungen – die der ansässigen Unternehmen und jene der Bevölkerung über unsere Gemeindezeitung – genau analysieren, bewerten und die Pro- und Kontra-Argumente abwägen. Anhand dessen wird der Verkehrsausschuss eine Empfehlung für den Gemeinderat formulieren. Die Entscheidung fällt der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am 22. März“, sagt Bürgermeistern Elisabeth Teufer.


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