„Keine Kompromisse mehr beim Projekt Donauinsel“

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Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 29.04.2021 13:43 Uhr

LINZ. Eine Schiffsanlegestelle statt der geplanten Badebucht an der Donau – diese Diskussion beschäftigt derzeit die Linzer Stadtpolitik. Für Gemeinderat Lorenz Potocnik fordert: „Dieser neue Central-Park an der Donau, mitten im Zentrum sollte über parteipolitisches Hick-Hack gestellt und entschlossen im Zuge des Pakts für Linz umgesetzt werden.“

„Soll nun auch der geplante Wasserzugang mit Sitzstufen an der Donau und einer Badebucht zugunsten einer weiteren Schiffsanlegestelle geopfert werden?! Statt endlich die Wünsche der Linzer voran zu stellen und die Planungen zu fokussieren, agiert die Stadt mut- und kraftlos. Weiß die eine Hand noch, was die andere tut?“, fragt Lorenz Potocnik zum aktuellen Hin und Her rund um die Linzer Donauinsel.

Projekt schon 2016 auf den Weg gebracht

Statt der öden Beton- und Asphaltwüste auf dem acht Fußballfelder großen Jahrmarktgelände hätte eine multifunktionaler Park mit Grünflächen, Wasserzugängen, einem Donau-Seitenarm samt Badebucht und ein Radler-/Fußgängersteg zum Brucknerhaus hinüber entstehen sollen. Dann wurde das Projekt (auch aufgrund der leeren Stadtkassen) für eine erste Etappe abgespeckt. „Dieser neue ‚Central-Park‘ an der Donau, mitten im Zentrum sollte über parteipolitisches Hick-Hack gestellt und entschlossen im Zuge des „Pakts für Linz“ umgesetzt werden“, sagt Lorenz Potocnik, der das Projekt Donauinsel mit einem Innovationswettbewerb und der 2016 gestarteten Facebookseite www.facebook.com/BadebuchtLinz auf den Weg brachte.

Badebucht in Gefahr

Am Ende blieb eine Donauinsel-Version übrig, die dennoch ein Meilenstein gegenüber des aktuellen Zustands gewesen wäre. Highlights waren dabei großzügige Sitzstufen am Wasser und eine Badebucht. Beides könnte jetzt fallen, weil an der betreffenden Lände eine weitere Schiffsanlegestelle für die bis zu 135 Meter langen Kreuzfahrtschiffe entstehen soll.

Lorenz Potocnik: „Das würde zusätzlich enormen Busverkehr bedeuten, weil die meist älteren Kreuzfahrttouristen mit Bussen abgeholt und zu den Ausflugsdestinationen im Salzkammergut oder Südböhmen gekarrt werden. Vom Müll und den laufenden Motoren der Schiffe, als auch der versperrten Sicht spreche ich hier noch gar nicht.“

„Keine Kompromisse mehr!“      

Für Lorenz Potocnik ist klar: „Linz zuerst! Es darf keine Kompromisse oder weitere Redimensionierungen beim Projekt Donauinsel mehr geben. Jetzt kommen endlich mal die Interessen der Linzer zuerst!“ Die Stadt müsse endlich selbstbewusst und mit Weitblick auftreten: „Der direkte Uferbereich gehört nicht der Stadt, aber das gesamte umliegende Gelände schon. Man hat damit sehr wohl Möglichkeiten, mit Fahrverboten und baulichen Sperren, um eine Zufahrt mit Bussen zu verhindern und somit auch eine Schiffsanlegestelle zu verhindern. Linz muss endlich Selbstbewusstsein zeigen und sich auf die Hinterbeine stellen!“

 

 

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Kommentare

  1. Die Linzer wollen eine Donauinsel mit Wasserarm im urprünglichen Konzept
    Die Linzer wollen eine Donauinsel mit Wasserarm im urprünglichen Konzept03.05.2021 19:54 Uhr

    Niemand will statt der Wasserbucht nun eine Schiffsanlegeste - Eigentlich sollte das ursprüngliche Donauinsel-Konzept mit Wasserarm realisiert werden. Obwohl sich die klare Mehrheit der Linzer dafür ausgesprochen hat, siehe https://www.linzwiki.at/wiki/Linzer_Donauinsel . sprach sich Bürgermeister Klaus Luger gegen eine Donauinsel mit Wasserarm aus. Nun soll auch noch statt der Wasserbucht eine Schiffsanlegestelle mit Bus-Parkplatz kommen. Die Linzer sind gut beraten, genau zu beobachten, welche Linzer Parteien sich für ihre Interessen einsetzen, und welche Parteien die Interessen der Bevölkerung ignorieren, wie es Klaus Luger (SPÖ) schon getan hat. Am 26. September 2021 wird neben dem Landtag auch der Linzer Gemeinderat gewählt.



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