Filialsterben: FPÖ fordert neue Lösungen für Bankkunden-Beratung
LINZ. Die FPÖ will im kommenden Linzer Gemeinderat einen Antrag auf neue Bankmodelle einbringen. In Linz schlossen mehrere Bankfilialen oder stellten ihre Kundenberatung ein, für ältere Menschen brauche es jedoch nach wie vor die Möglichkeit zur direkten Beratung.

In Linz schlossen vergangenes Jahr, wie berichtet, drei Sparkasse-Filialen. Es war vor allem die Schließung der Filiale in der Franckstraße, die für Debatten sorgte, da mit ihr die letzte Bankfiliale aus dem Franckviertel verschwand.
Laut FP-Linz-Fraktionsobmann Wolfgang Grabmayr soll nun auch eine Filiale in der Coulinstraße ihre Kundenberatung einstellen. Die Bank Austria Filiale dort bietet derzeit eine Beratung nach Terminvereinbarung an. Auf Nachfrage schreibt uns der Pressesprecher der Bank Austria, dass diese keineswegs eingestellt wurde, „im Gegenteil wurde die Filiale zu einem Kompetenzzentrum für Beratung umgewandelt und dieses Service wird von unseren Kund:innen auch intensiv genutzt.“
Gemeinderatsantrag auf „innovative Filialkonzepte“
Grabmayr fordert nun neue Konzepte in der Kundenbetreuung und bringt dazu einen Gemeinderatsantrag in der nächsten Sitzung am 25. Jänner ein. „In deutschen Städten sind innovative Filialkonzepte, wie beispielsweise gemeinsam genutzte Bankfilialen, längst Usus. Insbesondere ältere Bankkunden hätten dadurch wieder die Möglichkeit, sich innerhalb bestimmter Zeiträume direkt beraten zu lassen. In Linz lassen zeitgemäße Lösung aber noch weiter auf sich warten. Jede Lösung ist in diesem Fall aber besser, als keine Lösung“, so der freiheitliche Fraktionsobmann.
Linzer Innovationshauptplatz soll mit Banken neue Modelle entwickeln
Er schlägt vor, den Innovationshauptplatz dafür zu nutzen, innovative Ansätze zu entwickeln, dieser sei personell gut aufgestellt. „Der Innovationshauptplatz soll sich mit den in Linz ansässigen Bankinstituten vernetzen und gemeinsam neue Versorgungsmodelle vorantreiben. Wird mein Antrag angenommen, beauftragt der Gemeinderat der Stadt Linz den Innovationshauptplatz, gemeinsam mit den in Linz ansässigen Banken neue Lösungen zum Erhalt einer flächendeckenden Bankenversorgung mit persönlicher Kundebetreuung zu erarbeiten und diese dem Gemeinderat vorzustellen. Die Stadt darf jedenfalls nicht länger zusehen, wie der Bankenservice zunehmend aus der Stadt verschwindet!“
Gerade in kleineren Ortschaften und in der Region erhitzen Ankündigungen über geplante Bankschließungen immer wieder die Gemüter, Tips berichtete mehrfach:
Leserbrief zu geplanter Bankstellen-Schließung: „Das ist unfair gegenüber den Älteren“
Demo gegen Bankstellen-Schließung in Lasberg
Entrüstung über Bankschließung in Kirchberg
Bankenschließungen stellen Gemeinden vor große Herausforderungen


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