Startschuss für Volksschulerweiterung in Mattighofen
MATTIGHOFEN. Die Erweiterung der Volksschule Mattighofen stand auf der Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung. Das Land Oberösterreich hat das Kostendämpfungsverfahren nun abgeschlossen. Nun kann mit der Umsetzung begonnen werden.

Rund 1,9 Millionen Euro soll die Erweiterung der Volksschule kosten. Diese wurde ja notwendig, weil der 2018 eröffnete Neubau bereits zu klein war und die Allgemeine Sonderschule nicht wie vorgesehen einziehen konnte. Im Rahmen der Projektfinanzierung beschloss der Gemeinderat am 15. Oktober auch mehrheitlich eine Verlängerung des bestehenden Darlehensvertrages – ohne die Stimmen von drei ÖVP-Mandataren.
Kritik an Projekt
Einer, der dagegen stimmte, war Gemeinderat Klaus Vogl. Die Gesamtkosten würden die Anforderungen überschreiten, daher sei das Projekt unvernünftig. Er sei nicht dafür, jetzt noch neue Schulden zu machen, vor allem, weil der Stadt einige große Projekte wie die Breitbandversorgung bevorstünden, da sei sparen angesagt. Zudem gäbe es noch keine Förderzusage vom Land, an 50 Prozent glaube er ohnehin nicht.
Kostengünstigere Alternative gefordert
Durch die Verlängerung des Darlehens hätte die Stadt mehr finanziellen Spielraum, gab Vizebürgermeister Günter Sieberer (FPÖ) zu bedenken. Außerdem würde der Volksschulzubau durch den starken Zuzug in den nächsten Jahren ohnehin benötigt werden. Umso unverständlicher ist für Vogl, warum dann nicht gleich eine kostengünstigere Alternative für die Sonderschule geschaffen werde. Schon rein aus pädagogischer Sicht müsse die Sonderschule in die Volksschule integriert werden, betonte Gemeinderätin Sonja Löffler (BFM). Außerdem seien die Räumlichkeiten in der neuen Volksschule ja bereits wieder für die Sonderschule eingerichtet gewesen. Die Situation sei nur entstanden, weil diese für die Nachmittagsbetreuung benötigt wurden. Auch sie ist sicher: Die Schule werde in den nächsten Jahren wieder zu klein – unabhängig davon, wer einzieht.
Grundverkauf an KTM
Ebenfalls zur Debatte stand ein Grundverkauf an die KTM Fahrrad GmbH, die in der Harlochner Straße eine neue Produktionshalle errichtet und damit 60 bis 80 neue Arbeitsplätze schafft. Der Gemeindegrund ging um 100 Euro pro Quadratmeter weg. Dafür übernimmt KTM die Kosten für den Abriss zweier darauf befindlicher Häuser. Trotzdem sei dies viel zu billig, kritisierten Vogl und Gemeinderat Johann Zehner (LfM). Egal ob Häuser darauf stehen oder nicht – der Grund sei 150 Euro pro Quadratmeter wert.


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