Aufregung um Kulturförderung für KTM Motohall

Sabrina Reiter Sabrina Reiter, Tips Redaktion, 13.08.2019 16:45 Uhr

LINZ/MATTIGHOFEN. Für Unmut sorgt eine Förderung des Landes Oberösterreich an KTM für die Errichtung der Motohall - einer Ausstellung des Motorradherstellers in Mattighofen - bei der Kulturplattform OÖ (KUPF). Rund 600.000 würden nämlich aus dem Kulturbudget stammen.

Insgesamt 4,5 Millionen Euro föderte das Land Oberösterreich für die Errichtung des KTM Museums Motohall in Mattighofen. Davon kamen 600.000 Euro aus dem Kulturbudget. Ein Umstand der Thomas Diesenreiter, Geschäftsführer der Kulturplattform OÖ nach Analyse des Rechnungsabschlusses 2018 sauer aufstößt. Denn während hier ein international erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen unterstützt werde, sei Oberösterreichs zeitgenössische Kunst- und Kulturszene im Budgetvollzug gekürzt worden, kritisiert er.

Aufklärung gefordert

Kritik kommt auch vonseiten der NEOS. „Wir möchten wissen, auf welcher Grundlage die Kulturförderungen vergeben wurden“, betont Nationalratswahl-Spitzenkandidatin Karin Doppelbauer. Sie nimmt außerdem die ÖVP ins Visier: „Es stellt sich schon die Frage, warum gerade ein Großspender der ÖVP von einem Schwarz-Blau-regierten Land dermaßen hohe Kulturförderungen erhält. Dass ein so erfolgreiches Vorzeige-Unternehmen aus Oberösterreich wie KTM Förderungen für Dauerausstellungen erhält, ist ungefähr so, als bekäme Apple Förderungen für einen Showroom.“ Damit spielt sie auf eine Spende von über 430.000 Euro von KTM-Chef Stefan Pierer an die ÖVP im Jahr 2017 an.

Einstimmiger Beschluss

Indess meldete sich auch Landeshauptmann Thoms Stelzer (ÖVP) auf Anfrage des KURIER's zu Wort: „Die KTM Motohall ist ein Meilenstein für die technisch-kulturwissenschaftliche Geschichte in Oberösterreich und nicht Teil des Betriebs. Die Förderung, eine Zusage aus dem Jahr 2015, wurde einstimmig in der Regierung – also mit Stimmen von ÖVP, FPÖ, SPÖ und Grünen – beschlossen. Darüber hinaus wird die Motohall mit Bedarfszuweisungsmitteln über die Gemeinde Mattighofen gefördert.“

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