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ORLANDO. Eine Ärztin soll kurz nach dem Essen in einem Restaurant im Disney World verstorben sein. Die Frau soll sich noch vorab über Allergene im Essen informiert haben. Ihr Ehemann hat nun eine Klage wegen fahrlässiger Tötung eingereicht.

Symbolbild: JHVEPhoto/stock.adobe.com
Symbolbild: JHVEPhoto/stock.adobe.com

Am 5. Oktober 2023 entschied sich die Familie dazu, in einem Restaurant in Disney Springs, einem Teil des Walt Disney World Resorts, zu essen. Die Ärztin, die schwer allergisch auf Milchprodukte und Nüsse war, informierte den Kellner über ihre besonderen Anforderungen. Der Kellner hielt Rücksprache mit dem Koch und versicherte der Frau, dass die Mahlzeit allergenfrei zubereitet werden könne. Trotzdem wiesen einige der gelieferten Speisen keine Kennzeichnungen für allergenfreie Produkte auf. 

Frau stirbt knapp eine Stunde später

Nach dem Abendessen begab sich die Frau zum Einkaufen im Bereich Disney Springs. Ungefähr 45 Minuten nach dem Verzehr ihrer Mahlzeit erlitt sie plötzlich eine schwere allergische Reaktion, während sie sich allein in einem nahegelegenen Geschäft aufhielt. Trotz der Selbstverabreichung ihres EpiPens bekam sie Schwierigkeiten beim Atmen und brach zusammen. Ein Notruf wurde abgesetzt, und sie wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht. Trotz aller Bemühungen verstarb die Ärztin später an den Folgen eines anaphylaktischen Schocks aufgrund erhöhter Mengen an Milch und Nüssen. Nun klagt der Ehemann auf Schadenersatz.

Klage gegen Disney World und Restaurant

Ihr Ehemann hat nun Klage gegen Walt Disney Parks and Resorts sowie gegen das Restaurant eingereicht. Die Klage wirft dem Servicepersonal fahrlässiges Verhalten vor und behauptet, sie seien sich der schweren Nahrungsmittelallergien der Verstorbenen bewusst gewesen. Zudem wird Disney vorgeworfen, dass die Mitarbeiter nicht ausreichend geschult sind, um sicherzustellen, dass allergenfreie Mahlzeiten tatsächlich frei von Allergenen sind. Der Mann der verstorbenen Frau fordert eine Entschädigung in Höhe von 50.000 US-Dollar (rund 46.000 Euro) gemäß dem „wrongful death claim“ von Florida. Zusätzlich dazu beansprucht er Schadensersatz für seelisches Leid, Einkommensverlust und die entstandenen medizinischen Kosten sowie Beerdigungskosten. 


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