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GRIECHENLAND/ZYPERN. Aufgrund der anhaltenden Krise im Nahen Osten befürchten Griechenland und Zypern eine große Fluchtwelle von Zivilisten. Um ihre Staatsbürger zu schützen und mögliche Evakuierungen zu organisieren, haben beide Länder erste Maßnahmen ergriffen.

Symbolbild: MichaelAntonKraus/stock.adobe.com
Symbolbild: MichaelAntonKraus/stock.adobe.com

Am Montag, dem 30. September, kündigte Griechenland an, ein Frachttransportflugzeug nach Zypern zu schicken, um zyprische Staatsbürger aus dem Libanon zu evakuieren. Etwa 1.500 Zyprer sind derzeit im Libanon bei den Konsularbehörden registriert.

Sichere Passage für Dritte

Zypern hat zudem ein Verfahren aktiviert, das es Staatsangehörigen dritter Länder ermöglichen soll, sicher durch die Insel zu reisen. Um auf mögliche Evakuierungen vorbereitet zu sein, wurden große Zelte im Hafen von Larnaca aufgestellt. Diese Zelte dienen der Registrierung von Ankünften und anderen administrativen Zwecken und sind Teil der umfassenden Vorbereitungen der zyprischen Regierung.

Britische Unterstützung vor Ort

Medienberichten zufolge hat das Vereinigte Königreich in der vergangenen Woche 700 Soldaten und Grenzschutzbeamte nach Zypern geschickt, um bei der Planung für verschiedene Szenarien im Libanon zu helfen. Zudem wird ein Programm für britische Staatsbürger wiedereröffnet, das ihnen Informationen und Unterstützung bietet.

Anhaltende Spannungen im Libanon

Die Situation im Libanon ist angespannt, da Israel in den letzten Wochen führende Mitglieder der militanten Gruppe Hisbollah ausgeschaltet hat. Als Reaktion darauf hat Iran mehrere Raketenangriffe auf Israel durchgeführt.

Historische Perspektive und mögliche Evakuierungen

Im Jahr 2006 wurden bereits etwa 60.000 Menschen über Zypern aus dem Libanon evakuiert. Zypern ist der nächstgelegene EU-Mitgliedstaat zum Libanon und könnte eine wichtige Rolle bei möglichen Evakuierungen spielen. In den letzten Tagen haben auch die USA angekündigt, Militärpersonal zur Unterstützung nach Zypern zu senden.


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