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STEIERMARK. Die steirische Landesregierung verlängert die Förderung der Community Nurse-Projekte bis 2026. Das sichert die wohnortnahe Pflege, doch die Opposition übt scharfe Kritik: Sie fordert eine dauerhafte Finanzierung und mehr Verlässlichkeit.

Land Steiermark verlängert Community Nurse-Projekte bis 2026. (Foto: Adobe.stock/David L/peopleimages.com)

Gute Nachrichten für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen: Die Community Nurses bleiben der Steiermark erhalten. Das Land stellt die Förderungen für die bestehenden zwölf Projekte auch 2026 zur Verfügung und trägt dabei weiterhin 60 Prozent der Kosten, die Gemeinden übernehmen 40 Prozent.

Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl betont, dass damit die wohnortnahe Betreuung sowie die Entlastung pflegender Angehöriger gesichert sei. Ab Oktober sollen die neuen Richtlinien an die Gemeinden übermittelt werden. Die diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegekräfte können weiterhin direkt oder über Trägervereine angestellt werden. Eine eigentlich geplante Weiterentwicklung des Programms sei jedoch aufgrund der angespannten Budgetsituation von Bund, Ländern und Gemeinden derzeit nicht möglich.

Opposition: Scharfe Kritik an der „kurz vor knapp“-Politik

Für die Opposition ist diese Verlängerung jedoch kein Grund zum Jubeln – im Gegenteil. Sie kritisiert die kurzfristige Lösung scharf und fordert eine Abkehr von der Stop-and-go-Politik. SPÖ-Klubobmann Hannes Schwarz verlangt eine dauerhafte Finanzierung, damit Gemeinden und Mitarbeitende endlich verlässlich planen können und das Pflegeangebot wachsen kann. Gleichzeitig wettert Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl, dass die Entscheidung erneut „kurz vor knapp“ getroffen werde und die Gemeinden finanziell weiterhin stark belaste. Auch NEOS-Gesundheitssprecherin Bettina Schoeller warnt eindringlich, dass ohne klare Planungssicherheit diese wertvollen Projekte nicht wachsen könnten.

Community Nurses: Unverzichtbare Stütze für das Pflegesystem

Die Community Nurses sind eine zentrale Säule für das Gesundheits- und Pflegesystem vor Ort. Sie helfen pflegebedürftigen Menschen und ihren Familien, koordinieren Hilfsangebote und entlasten dadurch Spitäler und Pflegeheime. Die nun beschlossene Verlängerung ermöglicht zwar die Fortführung dieses essenziellen Service in den Gemeinden, die notwendige strukturelle und finanzielle Absicherung sowie der geplante Ausbau lassen jedoch weiterhin auf sich warten.


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