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Filmgiganten in Schockstarre: Trump droht Hollywood mit 100-Prozent-Zöllen

Tips LogoThomas Leitner, 29.09.2025 21:15

USA. US-Präsident Trump schockt die Filmwelt: Er droht mit 100-Prozent-Strafzöllen auf alle im Ausland produzierten Filme und spricht von nationaler Sicherheit.
 

Filmproduktion (Foto: stock.adobe/Aliaksei)
Filmproduktion (Foto: stock.adobe/Aliaksei)

US-Präsident Donald Trump hat seine Handelspolitik auf ein neues, dramatisches Level gehoben. Nachdem ihm sprichwörtlich die „physischen Dinge“ zum Bezollen ausgehen, verkündete er auf seiner Plattform Truth Social den nächsten Paukenschlag: 100 Prozent Zölle auf alle im Ausland produzierten Filme.

Die Begründung des Präsidenten ist gewohnt emotional und zugespitzt. Er sieht das US-amerikanische Filmgeschäft als Opfer eines internationalen Komplotts. »Unser Filmgeschäft wurde den Vereinigten Staaten von Amerika von anderen Ländern gestohlen, so wie man einem Kind Süßigkeiten wegnimmt«, wetterte Trump und heizte die Debatte um die nationale Wirtschaft weiter an.

Drohung als Frage der nationalen Sicherheit

Trump untermauert seine radikale Forderung mit der Behauptung, die gesamte Branche in den USA stehe vor dem Untergang, weil andere Länder Filmemacher aggressiv abwerben würden. Bereits im Mai hatte er diese Sichtweise als „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ bezeichnet.

Mit der Forderung, Filme müssten wieder »in Amerika produziert werden«, legt er den Fokus klar auf eine aggressive America-First-Politik.

Kalifornien im Fadenkreuz der Kritik

Besonders hart traf Trumps Zorn den Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, den er als »schwach und inkompetent« verunglimpfte. Kalifornien, das Herz der US-Filmindustrie, sei durch die ausländische Abwanderung »besonders hart getroffen« worden.

Die politischen Sticheleien verleihen dem Handelskrieg eine zusätzliche, stark personalisierte Dramatik.

Völlige Unklarheit bei der Umsetzung

Trotz der drastischen Drohung bleibt die Filmwelt in einem Zustand der Verwirrung. Es ist völlig unklar, wie und wann diese drakonischen Aufschläge in Kraft treten sollen. Filmproduktionen sind komplex, oft grenzüberschreitend und werden nicht wie einfache Waren importiert.

Die US-Regierung müsste erst einen Weg finden, um zu definieren, ab wann ein Film als Import gilt und wie dessen Wert bemessen werden soll – ein logistisches und rechtliches Albtraum-Szenario für die gesamte Kino- und Streaming-Industrie. Ein Startdatum für die Zölle nannte Trump, wie schon bei seiner Ankündigung im Mai, nicht.


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