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Katastrophenschutzübung: Hubschrauberabsturz, Lawinen und Rauch – Große Krisenprobe für Tirol und Salzburg

Tips LogoThomas Leitner, 08.03.2026 10:40

TIROL/SALZBURG. Dichter Rauch, Lawinenalarm und Hubschrauber im Dauereinsatz. Bei der Katastrophenschutzübung OLEX.26 trainierten Tirol und Salzburg gemeinsam den Ernstfall.

Zahlreiche Einsatzkräfte bei der Katastrophenschutzübung (Foto: Land Salzburg/Neumayr)
Zahlreiche Einsatzkräfte bei der Katastrophenschutzübung (Foto: Land Salzburg/Neumayr)

Dichter Rauch über alpinem Gelände, mehrere Hubschrauber im Einsatz und Bergungen unter extremen Bedingungen: Bei der Katastrophenschutzübung OLEX.26 haben Tirol und Salzburg gemeinsam mit Einsatzorganisationen den Ernstfall trainiert. Zwei Tage lang übten rund 300 Beteiligte – etwa 100 Behördenmitarbeiter und 200 Einsatzkräfte – komplexe Krisenszenarien.

Realistische Krisenszenarien im alpinen Gelände

Ausgangspunkt der Übung war ein fiktives Extremwetter mit massiven Schneefällen. Die Szenarien reichten von großflächigen Stromausfällen und gesperrten Verkehrswegen bis zu abgeschnittenen Gemeinden, gestrandeten Gästen und akuter Lawinengefahr.

Die Einsatzstäbe beider Bundesländer arbeiteten dabei eng zusammen und tauschten sich laufend in gemeinsamen Lagebesprechungen aus. Ziel war es, Führungsstrukturen zu testen, Prioritäten rasch festzulegen und eine abgestimmte Kommunikation sicherzustellen.

Große Realübung mit Hubschrauberabsturz

Der Höhepunkt fand am Truppenübungsplatz Hochfilzen im Bezirk Kitzbühel statt. Simuliert wurde ein Hubschrauberabsturz mit Brandentwicklung, mehreren Verletzten sowie ein Lawinenabgang.

Rund 200 Einsatzkräfte von Bundesheer, Alpinpolizei, Bergrettung, Rotem Kreuz und Feuerwehr arbeiteten unter schwierigen Sichtverhältnissen zusammen. Während ein brennendes Wrack gelöscht wurde, suchten andere Trupps nach Verschütteten und verletzten Personen im steilen Gelände.

Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg

Organisiert wurde die Übung federführend vom Österreichischen Bundesheer, das dafür sogar ein echtes Hubschrauberwrack am Übungsplatz positionierte und in Brand setzte.

Experten begleiteten die gesamte Übung und analysierten Abläufe sowie Entscheidungen der Einsatzstäbe. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen künftig vor allem den Datenaustausch und die Abstimmung zwischen Bundesländern weiter verbessern.


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