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DEUTSCHLAND. Nach der umstrittenen Freisetzung von Buckelwal Timmy am 2. Mai fehlt weiter jede verlässliche Spur des Tieres. Der Wal war zuvor vor der Insel Poel in der Ostsee gestrandet und wurde später in die Nordsee gebracht. Ob er noch lebt, ist offen.

Seit der Freisetzung von Wal Timmy gibt es kein verlässliches Lebenszeichen. Behörden und Fachleute kritisieren fehlende Informationen. (Symbolbild); Foto: KI-generiert

Wie t-online am 13. Mai 2026 berichtet, liefern die von der privaten Initiative angekündigten Ortungsdaten bislang keine nachvollziehbare Standortspur. Damit bleibt unklar, ob Timmy nach der Aussetzung weitergeschwommen ist oder ob der Wal inzwischen verendet ist.

Auch das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern kritisiert fehlende Informationen. Demnach soll zugesichert worden sein, dass ein Peilsender angebracht und dessen Daten weitergegeben werden. Diese Angaben liegen laut Bericht bis heute nicht vor.

Fachleute zweifeln an Vitaldaten

Mehrere Fachleute stellen infrage, dass ein gewöhnlicher GPS- oder Satellitensender medizinische Vitalwerte eines Wales übertragen kann. Dafür wäre spezielle Sensorik nötig.

Damit verschärft sich der Streit um die Freisetzung. Kritisiert wird vor allem, dass unabhängige Experten, Behörden und Öffentlichkeit den weiteren Weg des Wales nicht prüfen können.

Worst-Case-Szenario bleibt möglich

Walforscher halten auch ein trauriges Szenario für möglich: Der Sender könnte nichts senden, weil er zusammen mit dem Tier auf dem Meeresgrund liegt. Bestätigt ist das nicht.

Sollte Timmy gestorben sein, würde sein Körper in der Tiefe nach und nach Teil eines natürlichen Kreislaufs werden. Ein sogenannter Walsturz kann über Monate und Jahre Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Meeresorganismen bieten.

Überlebenschancen galten als gering

Die Aktion war bereits vor der Aussetzung umstritten. Mehrere Experten hatten die Chancen des geschwächten Tieres als sehr niedrig eingeschätzt.

Als Hinweis galt unter anderem, dass Timmy mehrfach strandete und sich offenbar ohne massive Gegenwehr bewegen ließ. Für Fachleute deutete das auf einen sehr schlechten Gesundheitszustand hin.


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