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MEXIKO-STADT/MEXIKO. FIFA-Präsident Gianni Infantino stellt sich kurz vor dem Start der Fußball-WM 2026 der Kritik. Bei einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt verteidigt er den Umgang mit Visa-Problemen, hohen Ticketpreisen und seiner Nähe zu US-Präsident Donald Trump.

Kurz vor der WM 2026 stellt sich Infantino in Mexiko-Stadt kritischen Fragen zu Einreiseproblemen und FIFA-Politik. Foto: Vladimir - stock.adobe.com

Wie die Sportschau am 10. Juni 2026 berichtet, ging es bei der Pressekonferenz weniger um sportliche Fragen, sondern die politischen und organisatorischen Probleme rund um das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada.

Infantino wies den Vorwurf zurück, die FIFA könne bei Einreiseentscheidungen der USA stärker eingreifen. Anlass waren unter anderem verweigerte Visa und Probleme von am Turnier beteiligten Personen, unter anderem einem somalischen Schiedsrichter und Mitglieder des iranischen Trainerteams.

Visa-Fragen belasten WM-Start

Besonders die Einreiseverweigerung gegen den somalischen Schiedsrichter Omar Artan sorgt für Aufmerksamkeit. Infantino stellte dazu klar, dass die FIFA nationale Behörden nicht überstimmen könne.

Bei den Weltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar hatten Tickets oder Akkreditierungen auch als Einreisehilfe gegolten. Für die WM 2026 gibt es diese Regel nicht.

Auch die Teilnahme des Iran war Thema. Infantino betonte, die FIFA habe versucht, die Teilnahme der Mannschaft unter schwierigen Bedingungen zu ermöglichen.

Hohe Ticketpreise sorgen für Druck

Kritik gibt es zudem an den Ticketpreisen. Infantino verteidigte das Preisniveau mit dem Hinweis auf den US-Markt und den dort erlaubten Weiterverkauf von Eintrittskarten.

Gegen die FIFA laufen laut Bericht Untersuchungen zweier Staatsanwaltschaften wegen Ticketpraktiken. Der Verband sieht sich nach Darstellung Infantinos rechtlich gut abgesichert. Die Einnahmen aus der WM sind für die FIFA zentral. Sie fließen unter anderem in Preisgelder und Programme für die 211 Mitgliedsverbände.

Auch Infantinos Verhältnis zu Donald Trump bleibt ein politischer Streitpunkt. Der FIFA-Präsident bezeichnete die Zusammenarbeit mit dem US-Präsidenten als wichtig für die Organisation der WM in den USA.

Viele Fragen ließ Infantino bei dem Termin offen. Unklar bleibt auch, wann er sich wieder einer vergleichbaren Pressekonferenz stellt. Dies war die erste seit mehr als drei Jahren.


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