OÖ Seniorenbund informiert in Vorträgen zur Gesundheitshotline 1450
OÖ. Die Gesundheitshotline 1450 gewinnt in Oberösterreich an Bedeutung. Um die Hotline noch bekannter zu machen, starten der OÖ Seniorenbund und das OÖ. Rote Kreuz eine Info-Offensive speziell für Senioren.

Immer mehr Menschen in Oberösterreich greifen bei gesundheitlichen Fragen zum Telefon: Allein im Jahr 2025 gingen mehr als 125.500 Anrufe bei der Gesundheitshotline 1450 ein. Rund 600 Anrufe pro Tag werden gezählt. In den ersten beiden Monaten 2026 gingen bereits 23.553 Anrufe ein – das bedeutet ein Plus von rund 2.000 Anrufen im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025.
Gerade für ältere Menschen spielt das Thema Gesundheit eine zentrale Rolle. Laut Umfragen ist sie für viele die größte Herausforderung im Alltag. „Viele sind erfreulicherweise aktiv und fit. Dennoch liegt es in der Natur der Sache, dass der Bedarf an medizinischen Leistungen mit dem Alter zunimmt“, so Seniorenbund-Landesobmann LH a. D. Josef Pühringer.
Zuletzt gaben in einer IMAS-Umfrage (Mai 2025, n=412, Oö. Bevölkerung ab 60 J.) 31 Prozent der Befragten an, dass die Gesundheit/gesundheitliche Probleme die größte Herausforderung im Alltag sind.
Rasche Orientierung im Alltag
Die Hotline 1450 ist rund um die Uhr erreichbar und wird vom Roten Kreuz betrieben. Speziell geschultes Gesundheits-Personal gibt fundierte Empfehlungen und hilft bei der Entscheidung: Hausmittel, Hausarzt, Notdienst oder Spital. „So bleiben den Anrufern möglicherweise unnötige Besuche in Notfallambulanzen erspart“, erklärt Rotkreuz-Präsident Gottfried Hirz.
Typische Beschwerden sind etwa Bauchschmerzen, Schwindel oder Rückenschmerzen. Ziel ist es, Notfälle rasch zu erkennen und alle anderen Fälle gezielt zu lenken.
Digitale Unterstützung wird stärker genutzt
Auch digitale Angebote gewinnen an Bedeutung. Beim sogenannten „1450-Check-in“ werden Patientendaten vom 1450-Team – wenn eine Spitalsabklärung empfohlen wird - gleich an das Spital übermittelt. Das spart Zeit, hilft auch im Spital, sich vorzubereiten. „Für die Patienten bedeutet das weniger Stress und schnellere Hilfe“, so Hirz.
Auch der 1450-Check-in wird vermehrt angenommen. 2024 wurde er in 1.491 Fällen genutzt, im Vorjahr waren es bereits 4.964.
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Mit „Emergency Eye“ kann zusätzlich per Smartphone ein Bild oder Video übertragen werden, um die Situation besser einzuschätzen.
Mehr dazu: OÖ Rotes Kreuz: „Emergency Eye“ revolutioniert Erste Hilfe
Vorträge in allen oö. Bezirken
Um die Hotline noch bekannter zu machen, starten der OÖ Seniorenbund und das OÖ. Rote Kreuz eine gemeinsame Informationsinitiative. „Ziel der Kooperation ist es, die Gesundheitshotline 1450 bei den Seniorinnen und Senioren noch stärker bekannt zu machen, ihnen die Vorteile aufzuzeigen und eine einfache Orientierung im Gesundheitssystem zu bieten“, erklärt Gerhard Mayr, Gesundheitsreferent des Seniorenbundes OÖ.
In allen oö. Bezirken sind dazu Vorträge geplant, eingeladen sind aber nicht nur Ältere, sondern alle Interessierten. Organisiert werden diese vom OÖ Seniorenbund im jeweiligen Bezirk. Die Vortragenden kommen vom Roten Kreuz. Erklärt wird unter anderem, wann es sinnvoll ist, 1450 anzurufen, wann sofort die Notrufnummer 144 gewählt werden muss, wie die Gesundheitsberatung generell funktioniert und auch, welche Vorteile sie hat.
Die Vortragsreihe soll im zweiten Quartal dieses Jahres starten und bis Ende 2026/Anfang 2027 laufen. „Mit unserem starken Netzwerk können wir diese Information direkt zu den Menschen bringen“, so Landesobmann Pühringer.


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