Oberösterreichs Tourismus setzt nach Rekordjahr 2023 auf Sommerfrische
OÖ. Mit rund 3,25 Millionen Gästen und 8,65 Millionen Übernachtungen war das Oö. Tourismusjahr 2023 ein neuerliches Rekordjahr. Auch die Wintersaison ist mit neuem Rekord zu Ende gegangen. Generell stellt sich Oberösterreich für den Ganzjahres-Tourismus auf und lädt zur „Sommerfrische“.

Rund 3,25 Millionen Gäste konnten Oberösterreichs Beherbergungsbetriebe im Tourismusjahr 2023 (November 2022 bis Oktober 2023) begrüßen, 8,65 Millionen Übernachtungen zählt die Tourismusstatistik in diesem Zeitraum – so viele wie noch nie zuvor. „Vor zehn Jahren lagen wir noch bei sieben Millionen Nächtigungen“, so Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP).
Auch die aktuellen Zahlen zur vergangenen Wintersaison erfreuen mit neuem Rekord: Von November 2023 bis April 2024 wurden 1,22 Millionen Ankünfte (plus 7,1 Prozent gegenüber dem Winter 2022/23) und 3,2 Millionen Nächtigungen (plus 4,3 Prozent) gezählt. Positiv seien zudem die Aussichten auf den Reisesommer, mit guter Buchungslage und Anfrage.
Achleitner unterstreicht, dass die Tourismus- und Freizeitwirtschaft in OÖ mittlerweile rund zehn Prozent des Bruttoregionalprodukts ausmache, rund 40.300 selbstständig und unselbstständig Beschäftigte zählt.
„Oberösterreich ist jede Woche eine Reise wert“
Ziel des OÖ Tourismus ist, den Ganzjahrestourismus zu fördern, festgeschrieben auch in der OÖ Landes-Tourismusstrategie 2030, wobei Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehe. Mit seinem Mix aus Natur und Bewegung, Kulinarik, Seminargeschäft und Events habe Oberösterreich die idealen Voraussetzungen für ganzjährigen Tourismus. Das Motto für Achleitner: „Oberösterreich ist jede Woche eine Reise wert“.
Für den ganzjährigen Qualitätstourismus brauche es starke Betriebe und gut ausgebildete Mitarbeiter, das sei untrennbar damit verbunden, betonen Robert Seeber, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeit der Wirtschaftskammer sowie Gerold Royda, neuer Obmann der Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft der WKOÖ.
Mit den drei Tourismusschulen sei Oberösterreich sehr gut aufgestellt, so Seeber. Royda verweist hier auch auf den laufenden Know-how-Aufbeu bei Pflichtpraktikanten und Betrieben, und Weiterentwicklung bei den Lehrberufen: Neu hinzu kommt eine zusammengefasste Doppellehre in der Hotellerie, die Rezeption und Service verbindet. Wie in allen Sparten sind Fachkräfte heiß begehrt, aktuell vor allem Köche und Restaurantleiter, so Royda.
„Für jede Brieftasche ein Angebot“
Neben dem Trend in Richtung Qualität sieht Seeber den Trend wieder zu frühen Fixbuchungen, neben kurzfristigen Urlauben. „Auch der Trend zum ‚kühleren‘ Urlaub kommt Oberösterreich entgegen, mit seinen schönen Seen und frischer Luft“.
Neben der Nachfrage nach Qualität gebe es auch eine Verlagerung in Richtung Ferienwohnungen und Camping. „In Oberösterreich gibt es für jede Brieftasche ein Angebot.“
Auf zur Sommerfrische
Eine Lebenshaltung, die in der Gesellschaft wieder da sei, ist laut OÖ Tourismus-Geschäftsführer Andreas Winkelhofer die „Sehnsucht nach Sommerfrische“, mit Zeit für Inspiration, Kraft schöpfen, Seele baumeln lassen, aktiv sein. Das bestätigen auch Zahlen aus der Gästebefragung „Tourismus Monitor Austria“: 43 Prozent der Gäste sehen ihren Urlaub in Oberösterreich als „Erholungsurlaub“, für mehr als ein Drittel seien die Naturlandschaften ausschlaggebend.
In einer zweijährigen bundesländerübergreifenden Kampagne „Salzkammergut verbindet“ steht das Salzkammergut aktuell im Kommunikationsfokus. Gemeinsam mit der Kultur.
Das aktuelle Superkulturjahr 2024 mit der mehrfach ausgezeichneten Kampagne „Alle Alle! Kultur“ des OÖ Tourismus „sehen wir auch als Startjahr für den Kulturtourismus in Oberösterreich“, so Achleitner.
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