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OÖ. Das Land OÖ verpasst dem Tourismus eine neue Strategie. Dabei werden auch die Tourismusverbände neu strukturiert. Aus bisher 19 Verbänden werden sieben, sogenannte „Destinations-Management-Organisationen“, teilt Tourismus-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) mit.

  1 / 2   Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner mit den Mitgliedern des Strategieboards des Oberösterreich Tourismus. (Foto: OÖ Tourismus/Martin Fickert)

„Nach einem konstruktiven Diskussionsprozess beschließen Oberösterreichs Tourismusverbände Zusammenschlüsse zu vier neuen Organisationen. Damit wird es in unserem Bundesland künftig statt 19 Tourismusverbänden sieben Destinations-Management-Organisationen geben“, so Achleitner.

Schon 2019 wurden aus 104 Tourismusverbänden in Oberösterreich die aktuell 19.

Ziel der weiteren Umstrukturierung sei es, Ressourcen zu bündeln und gemeinsam für mehr Schlagkraft und mehr internationale Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu arbeiten.

Aufsichtsräte haben zugestimmt

Nun erfolgte aber die Zustimmung der Aufsichtsräte der betroffenen Tourismusverbände. „Damit steht nun fest, dass die Oö. Landesregierung mit 1. Jänner 2025 eine neue Tourismusstruktur verordnen wird“, so Achleitner. „Ich bedanke mich ausdrücklich bei jenen Beteiligten, die diesen Prozess in einem konstruktiven und positiven Arbeitsklima vorangetrieben und damit einen wichtigen Beitrag für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in Oberösterreich geleistet haben.“

Die vier neuen Destinationen

Durch die Fusion der bestehenden Tourismusverbände entstehen vier neue Destinationen:

  • Die DMO Salzkammergut wird sich aus den bisherigen Tourismusverbänden Attersee-Attergau, Bad Ischl, Inneres Salzkammergut, Mondseeland – Mondsee-Irrsee, St. Wolfgang und Traunsee-Almtal zusammensetzen. „Die Verbände der Salzkammergut Tourismus-Marketing GmbH stehen geschlossen hinter dem Projekt und werden die Neuausrichtung mit einem bestmöglichen Resultat für die Organisation, die einzelnen Regionen und die Besucher des Salzkammergutes umsetzen“, so Norbert Sperr, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Salzkammergut Tourismus-Marketing GmbH.
  • Die DMO Mühlviertel entsteht aus den Tourismusverbänden Ferienregion Böhmerwald, Mühlviertler Alm Freistadt und Mühlviertler Hochland. „Durch die Fusion und die neuen Kooperationsmodelle ist die Destination Mühlviertel nun besser gerüstet, den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Gemeinsam wird das Mühlviertel nicht nur als Reiseziel gestärkt, sondern auch als Wirtschaftsstandort und Gemeinschaft gefördert“, so die Aufsichtsrats-Vorsitzenden der fusionierenden Tourismusverbände Peter Gruber (Ferienregion Böhmerwald), Andreas Eckerstorfer (Mühlviertler Hochland) und Christian Naderer (Mühlviertler Alm Freistadt).
  • Zur DMO „Pyhrn-Priel - Bad Hall - Steyr und die Nationalpark Region“ entsteht aus den Tourismusverbänden Pyhrn-Priel, Steyr und die Nationalpark-Region und Tourismusregion Bad Hall: „Wir haben in den vergangenen Wochen und Monaten einen sehr intensiven Prozess auf Augenhöhe geführt, in dem Rahmenbedingungen, Themenfokus und Organisationsstrukturen für einen gemeinsamen Verband erarbeitet und festgelegt wurden. Wir sehen in der Fusionierung für die gesamte Region langfristig Potenzial, unsere Kräfte zu bündeln, die touristische Weiterentwicklung nachhaltig voranzutreiben und blicken positiv in die Zukunft“, betonen die Aufsichtsratsvorsitzenden Herbert Mayr (Pyhrn-Priel), Johannes Brandl (Steyr und die Nationalpark Region) und Manfred Rabko (Bad Hall).
  • Die DMO „Vitalwelt – Innviertel – Entdeckerviertel – Hausruckwald“ entsteht aus den Tourismusverbänden Urlaubsregion Vitalwelt Bad Schallerbach, s’Innviertel, Entdeckerviertel und Hausruckwald: „Die neue gemeinsame DMO gibt uns die Möglichkeit, innerhalb der gut etablierten Erlebnisräume der Region das großartige und vielseitige Angebot für unsere Gäste weiterzuentwickeln. Dabei folgen wir unseren Stärken innerhalb der Motivfelder der Landes-Tourismusstrategie 2030 in den Bereichen Gesundheit und Wellness, Natur und Bewegung, Stadt und Kultur sowie Business und MICE. Die für unsere Region wichtigen Kooperationen und strukturellen Vernetzungen mit den Nachbarn in Bayern und Salzburg werden wir fortführen und weiter vertiefen“, so die Vorsitzenden der Aufsichtsräte der beteiligten Tourismusverbände Christine Baccili (Entdeckerviertel), Martin Erlinger (s’Innviertel), Bernhard Lindner (Hausruckwald) und Manfred Stroissmüller (Urlaubsregion Vitalwelt Bad Schallerbach).
  • Die DMOs Linz, Donau Oberösterreich und Region Wels bleiben unverändert bestehen.

„Wir wollen in intensiver Kooperation mit den Destinationen die Positionierung von Oberösterreichs Regionen als Urlaubsziele stärken, das landesweite Angebots- und Produktmanagement vorantreiben und effiziente Prozesse für eine nahtlose ‚Customer Journey‘ schaffen. So begeistern wir Gäste, erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit und unterstützen gemeinsam unsere Betriebe und Partner im Land“, ist Robert Seeber, Vorsitzender des Strategie-Boards des Oberösterreich Tourismus, überzeugt.


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