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Tiefschläge
Dass Spieler aus laufenden Verträgen herausgekauft werden, ist mittlerweile Usus. Vielen Vereinen ist das durchaus Recht, weil sie so wenigstens noch eine Ablöse kassieren können. Dass sich (kleine) Vereine jetzt auch Sorgen um ihre Trainer machen müssen, wenn größere Klubs mal wieder eine Krise haben oder das x-te neue Konzept präsentieren, ist neu.
Natürlich hat niemand Oliver Glasner gezwungen, das Angebot des LASK anzunehmen. Mit seiner Entscheidung hat er in Ried auch auf persönlicher Ebene viel Porzellan zerschlagen. Aber wenn LASK-Sportvorstand Manfred Schill von „Rücksichtnahme und Respekt gegenüber der SV Ried“ redet, ist das Heuchelei. Hätte man beim LASK wirklich Respekt gegenüber der SVR, dann hätte man gar nicht erst versucht, den Trainer des seit vielen Jahren wesentlich erfolgreicheren Rivalen aus seinem laufenden Vertrag zu holen. Ein anderes Kapitel ist, dass die Fans der SV Ried, die die Mannschaft übers Jahr vorbildlich unterstützten, mit ihren Protestplakaten gegen Oliver Glasner in Graz übers Ziel hinausgeschossen haben. Wegen eines Vereinswechsels von „ewigem Hass“ zu reden, ist doch etwas übertrieben. Und selbst wenn man noch verstehen kann, dass Glasner von den Fans als „Verräter“ bezeichnet wird: Wieso ist auch Michael Angerschmid auf dem Plakat abgebildet? Sein Vertrag wurde vom Verein vor einem Jahr nicht verlängert – er „schuldete“ der SVR daher gar nichts. Spielbericht: http://www.tips.at/news/ried-innkreis/sport/316758-punktgewinn-gegen-sturm-sichert-der-svr-platz-sechs Kommentar von Walter Horn (w.horn@tips.at)


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