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RIED. „Keine dramatischen Änderungen gegenüber dem Vorjahr“ meldeten der Präsident der AK Oberösterreich Johann Kalliauer und der Rieder AK-Bezirksstellenleiter Siegfried Wambacher bei ihrer jährlichen Bilanzpressekonferenz.

AK-OÖ-Präsident Johann Kalliauer (l.) und AK-Ried-Leiter Siegfried Wambacher (Foto: Streif)
AK-OÖ-Präsident Johann Kalliauer (l.) und AK-Ried-Leiter Siegfried Wambacher (Foto: Streif)

Um die Arbeitnehmer beim digitalen Wandel zu unterstützen, hat die AK einen Zukunftsfonds aufgelegt. Kalliauer: „Dafür nehmen wir in den nächsten fünf Jahren 30 Millionen Euro in die Hand.“ Das Geld soll für Projekte eingesetzt werden, mit denen die Arbeit der Beschäftigten in den Betrieben verbessert oder erleichtert wird und die „nicht vorrangig der Gewinnmaximierung dienen“.

7.739 Beratungen

An die Rieder AK wandten sich im vergangenen Jahr 7.739 Mitglieder mit arbeits- und sozialrechtlichen Fragen – minimal weniger als 2017. Knapp 5.000 dieser Anfragen (nicht ganz zwei Drittel) erfolgten telefonisch, der Rest in persönlichen Gesprächen.

Themen waren laut Siegfried Wambacher vor allem Fragen der Entlohnung, zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen und zur Pensionierung.

210 Interventionen

210 Mal mussten die Rieder AK-Rechtsexperten intervenieren. Von den 150 arbeitsrechtlichen Verfahren wurden etwa drei Viertel (112) außergerichtlich beendet, wobei die AK rund 265.000 Euro für ihre Mitglieder herausholte. In 38 Vertretungen vor dem Arbeitsgericht wurden 157.000 Euro erkämpft. Die meisten Fälle kamen aus der Leiharbeitsbranche, gefolgt vom Transportwesen, dem Hotel- und Gastgewerbe sowie dem Eisen- und Metallgewerbe.

Sozialrecht

Im Sozialrecht gab es weniger Vertretungen (60), aber es ging um wesentlich mehr Geld. Insgesamt konnte die AK Ried hier 1,13 Millionen Euro erstreiten – vor allem Pensionsansprüche (Invalidität und Berufsunfähigkeit) und Pflegegeld.

Insolvenzen

Zahlungen von 4,97 Millionen Euro erreichte die AK für die 293 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Bezirk, die 2018 von Insolvenzen betroffen waren – zwei Drittel davon (180) resultierten aus der Insolvenz der Firma Fill Metallbau in Hohenzell.


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