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RIED. Nach sieben Jahren als Standortleiter wurde Milo Halabi mit 1. April zum Primar des Instituts für klinische Pathologie, Mikrobiologie und molekulare Diagnostik am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried berufen.

Primar Milo Halabi (Foto: Schrattenecker-Fischer)
Primar Milo Halabi (Foto: Schrattenecker-Fischer)

Obwohl die Pathologie landläufig fast nur mit der Durchführung von Autopsien verbunden wird, liefert die moderne Pathologie mit den Gewebeanalysen, Mutationstestungen, PCRs und vielen weiteren diagnostischen Methoden die Basis für viele therapeutische Ansätze, und hier vor allem für den großen Bereich der Tumortherapie. Eine zeitgemäße Pathologie, wie sie Halabi und sein Team täglich leben, ist aus dem klinischen Alltag eines Schwerpunktkrankenhauses wie dem Krankenhaus Ried nicht wegzudenken. „Wir stehen unsichtbar neben den Internisten, Chirurgen etc. am Krankenbett der Patienten und müssen diagnostisch daher am Puls der Zeit sein“ formuliert es Halabi.

Ein Blick nach vorne

Die Zukunftsvision von Primar Halabi ist, dass das Institut mit dem breiten Spektrum von Gewebeuntersuchungen, mikrobiologischer Diagnostik bis hin zu modernen Methoden wie Sequenzierung ein Partner für alle Gesundheitseinrichtungen der Region wird. An Themen wie künstliche Intelligenz und Telepathologie wird jetzt schon gearbeitet.

„Als ich im Turnus angefangen habe, dachte ich, dass das nur ein kurzes Intermezzo in Ried sein wird. Mittlerweile bin ich begeisterter Innviertler geworden, liebe die naturbelassene Landschaft und die geradlinigen Menschen, habe viele Freunde gewonnen und möchte keinen Tag missen, den ich hier mit meiner Familie erlebt habe.“ sagt Halabi. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Am Institut für klinische Pathologie, Mikrobiologie und molekulare Diagnostik sind aktuell knapp 50 Mitarbeiter beschäftigt, davon vier Ärzte. Die meisten Mitarbeiter sind bio-medizinische Analytikerinnen, die eine eigene Ausbildung für diese Tätigkeiten auf einer Fachhochschule absolvieren müssen. 90 Prozent der am Institut Tätigen sind Frauen. 2023 wurden insgesamt mehr als 170.000 Patientenproben verarbeitet (von der Gewebeprobe bis zur Blutprobe).


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