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3200 km Glasfaserkabel, 2300 Kunden und die 100-fache Geschwindigkeit. Was eine 62-jährige Bäuerin mit ihren Nachbarn ins Leben gerufen hat, klingt wie ein modernes Märchen, dessen Nachahmung wünschenswert ist.

Helen und Carol, zwei freiwillige Helferinnen beim Verlegen der Glasfaserkabel Foto: B4RN.org.uk
Helen und Carol, zwei freiwillige Helferinnen beim Verlegen der Glasfaserkabel Foto: B4RN.org.uk

Doch von vorne. Wir schreiben das Jahr 2011. Christine Conder, eine Landwirtin mit 60 Kühen und Schafen aus dem Norden Englands ist frustriert über die langsame und instabile Internetverbindung in ihrer ländlichen Heimat. Sie könnte Geschichten über die negativen Auswirkungen erzählen. Eines Tages beschloss sie, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Gemeinnütziges Unternehmen gegründet

Gemeinsam mit Nachbarn gründete sie ein Unternehmen mit dem Ziel, ein Glasfasernetz für schnellstes Internet in der Region aufzubauen. Da niemand das Vorhaben finanzieren wollte, waren die Bauern der Umgebung die ersten Investoren. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten entwickelte sich das Projekt sehr schnell zu einem Selbstläufer. Rund 1000 Freiwillige haben die Initiative beim Verlegen von Glasfaserkabeln in den letzten Jahren unterstützt. Die meisten davon sind schon in Pension.

40 Gemeinden, 15 Mitarbeiter

Heute sind bereits 40 Gemeinden an das Glasfasernetz angeschlossen. Technisch ist es auf Weltklasse-Niveau und bis zu 100 mal schneller als ein österreichischer Festnetzinternetanschluss. „Wenn die Menschen kein Internet haben, sind sie abgeschnitten von der Arbeit, von der Ausbildung, vom Leben“ sagt Conder. Und es waren vor allem die Älteren, die daran etwas ändern wollten. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 15 festangestellte Mitarbeiter. Und viele Gemeinden stehen noch auf der Warteliste. Zur Krönung gab es einen Orden der englischen Königin als Auszeichnung.

Und die Moral von der Geschicht“? Auch hierzulande kommt ein Glasfaserprojekt nur zustande, wenn genug Haushalte mitmachen. Dann ist es in der Regel jedoch wesentlich einfacher als in England (www.breitband-ooe.at).

Verfasser: P. Radler

Hier gibt's die ganze Geschichte zu lesen: https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article161146420/Diese-Bauern-bauten-sich-ihr-eigenes-Highspeed-Internet.html

Link zum gemeinnützigen Unternehmen B4RN (Broadband for the rural north): www.B4RN.org.uk


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