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SCHÄRDING. Gemeinsam mit den Gemeinden möchte die Polizei mit dem Pilotprojekt „Gemeinsam sicher“ in Schärding die Zusammenarbeit und die Kommunikation mit den Bürgern verbessern und damit auch das Sicherheitsgefühl heben, das mit dem tatsächlichen Kriminalitätsbild oft nicht übereinstimmt. Dazu soll es in Zukunft so genannte Sicherheitsbürger geben.

Bürgermeister Paul Freund, Landespolizeidirektor Andreas Pilsl, Bezirkspolizeikommandant Matthias Osterkorn und Bezirkshauptmann Rudolf Greiner präsentierten das Pilotprojekt "Gemeinsam sicher". Foto: LPD OÖ/Dietrich

Ein Sicherheitsbürger in jeder Gemeinde soll Bindeglied zwischen Gemeindebürgern und der Polizei sein. Damit einerseits die Polizei über Probleme und Sorgen der Bevölkerung Bescheid weiß und andererseits um die Bürger besser informieren zu können. Bei Infoveranstaltungen wird die Bevölkerung gezielt über das tatsächliche Kriminalgeschehen, aber vor allem auch über präventive Maßnahmen informiert werden. Im Zuge dieses österreichweiten Projektes wurde neben den Bezirken Mödling, Eisenstadt und Graz, der Bezirk Schärding als überwiegend ländlicher Bezirk ausgewählt.

Ziele des Projektes

Unsicherheiten in der Bevölkerung abbauen und die Kommunikation verbessern, sind die Ziele des Pilotprojektes. „Es geht hier um eine Art 'Kümmerer-Funktion' und nicht darum Hilfssheriffs einzusetzen“, stellte Landespolizeidirektor Andreas Pilsl klar. „Die Sicherheitsbürger werden auch keine besonderen Rechte sondern einen besonderen Draht zur Polizei haben“, betonte Pilsl. Laut Schärdings Bezirkshauptmann Rudolf Greiner habe es bereits vor dem bekanntwerden des Projektes einige Überlegungen gegeben habe, das Sicherheitsgefühl der Menschen zu steigern. „Schaut man sich die Kriminalitätszahlen, die Aufklärungsquote und wie der Bezirk Schärding im Vergleich zu anderen Bezirken liegt an, kann man objektiv gesehen nicht von Problemen sprechen“, sagt Greiner. „Uns ist es ein gemeinsames Anliegen mit diesem Projekt, den Menschen die Unsicherheit zu nehmen“, so Greiner.

Durch Information Ängste abbauen

Dass die Unsicherheit, gerade nach der Unterbringung von Flüchtlingen, in der Gemeinde Taufkirchen/Pram groß war, veranlasste Bürgermeister Paul Freund dazu mehrere Infoveranstaltungen zu organisieren. „Die Menschen zu informieren ist ein wichtiger Schritt um Ängste abzubauen“, ist sich Freund sicher. So war es dann auch in Taufkirchen. „Als die ersten Bewohner da waren, lösten sich die Ängste auf und man sah, dass sie eigentlich unbegründet waren“.

Ein erster Schritt bei dem Projekt wird die Zusammenarbeit bei möglichen Problemen in Freibädern sein. Beispielsweise die Schulung von Bäderpersonal oder die Ausarbeitung von mehrsprachigen Baderegeln. Auch hier kommt den Rückmeldungen aus der Bevölkerung eine große Bedeutung zu.

Das Pilotprojekt wird wissenschaftlich begleitet und läuft vorerst bis zum zweiten Quartal 2017. Dann wird es ausgewertet bzw. evaluiert. Bei einer positiven Bewertung ist eine Ausweitung des Projekts angedacht.


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