Die Kriminalität im „Darknet“ nimmt auch im Bezirk Schärding zu

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Elena Auinger Tips Redaktion Elena Auinger, 02.02.2017 13:42 Uhr

BEZIRK SCHÄRDING. Dunkle Gassen sind Umschlagplatz für illegale Geschäfte. Dass diese dunklen Gassen nicht nur auf den Straßen des Bezirks existieren, sondern auch im Internet, wird immer deutlicher. Im sogenannten „Darknet“ wird mit Drogen und Waffen gehandelt. Im Tips-Interview erklärt Chefinspektor Erwin Eilmannsberger, welche Probleme das Darknet der Polizei verursacht und wie sie den Kriminellen trotz der Anonymität des Internets auf die Schliche kommt.

Tips: Was ist das Darknet?

Chefinspektor Erwin Eilmannsberger: Das ist eine Internet-Plattform, die nur mit einem bestimmten Browser zugängig ist. Nur durch „Empfehlung – Bewertung“ anderer User gelingt der Zugang auf die diversen Market-Places.

Tips: Was wird über das Darknet verkauft und gekauft?

Eilmannsberger: Unbestritten ist, dass alle illegalen Stoffe, Gegenstände und Waffen via Darknet erworben werden können. Am häufigsten werden Suchtmittel angekauft. In letzter Zeit hatten wir es auch mit gefälschten Geldscheinen zu tun, die via Darknet angekauft und schließlich im Bezirk gewinnbringend in Umlauf gebracht wurden.

Tips: Wie häufig sieht sich die Polizei im Bezirk mit dieser Form der Internetkriminalität konfrontiert?

Eilmannsberger: Mindestens einmal wöchentlich haben wir mit Käufen beziehungsweise Lieferungen aus dem Darknet zu tun.

Tips: Was sind die Probleme, mit denen die Polizei bei den Ermittlungsarbeiten bezüglich Darknet zu kämpfen hat?

Eilmannsberger: Hauptproblem ist, dass nicht alle Paketsendungen abgefangen werden können, die aus dem Darknet stammen. Lediglich Zufallskontrollen an und in den diversen Verteilerzentren bringen derartige Lieferungen zutage.

Tips: Welche Maßnahmen setzt die Polizei um diese Form der Kriminalität einzudämmen?

Eilmannsberger: Nur durch Steigerung der Kontrollen an und in den Verteilerzentren, sprich Postverteiler, Flughafen und ähnliches, können vermehrt Sendungen aus dem Verkehr gezogen, den Adressaten zugeordnet und so die erforderlichen kriminalpolizeilichen Ermittlungen eingeleitet werden.

Tips: Welche andere Formen der Internetkriminalität gibt es?

Eilmannsberger: Die häufigste Form der Internetkriminalität bezieht sich auf Betrugshandlungen allgemein. Mehrmals täglich wird im Netz der Versuch gestartet durch finanzielle Anreize, Gewinne oder Zugeständnisse den „Opfern“ Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Leichtgläubigkeit mancher Personen beziehungsweise das Fehlen einer Grundskepsis führt zum Erfolg der Betrüger. Positiv verlaufende Ermittlungen sind meist auszuschließen, da sich die jeweiligen Server in jenem Ausland befinden, wo Polizeiarbeit noch stiefmütterlich behandelt wird. Aussicht auf Erfolg besteht kaum.

Tips: Wie hat sich durch das Internet die Arbeit der Polizei in den letzten Jahren verändert?

Eilmannsberger: Einerseits ist die Vernetzung und der Informationsaustausch von wesentlichem Vorteil für die Polizeiarbeit schlechthin. Andererseits wird das Internet wie bereits erwähnt zu Betrugshandlungen aller Art – teils auch sehr erfolgreich – genützt. Gesundes Misstrauen sei den Usern angeraten. Auf unbekannte ausländische Konten überwiesenes Geld ist meist unwiederbringlich, vor allem ohne Gegenleistung, verloren.

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