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Polizei im Bezirk Schärding glänzt mit höchster Aufklärungsquote in Oberösterreich

Elena Auinger, 24.04.2018 15:49

BEZIRK SCHÄRDING. Die Kriminalstatistik in Oberösterreich weist 2017 eine hohe Aufklärungsquote sowie weniger Gewaltdelikte und Wohnungseinbrüche auf. Sorgenkind ist allerdings die wachsende Internet-Kriminalität. Im Tips-Interview gibt Chefinspektor Erwin Eilmannsberger Einblick in die Kriminalstatistik 2017 aus dem Bezirk Schärding.

Die Polizei im Bezirk weist die höchste Aufklärungsquote des Landes auf. Foto: Weihbold
  1 / 2   Die Polizei im Bezirk weist die höchste Aufklärungsquote des Landes auf. Foto: Weihbold

Tips: Wie hat sich die Kriminalität im Bezirk im Vergleich zu 2016 entwickelt?

Chefinspektor Erwin Eilmannsberger: Die Deliktsfälle sind im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent auf nunmehr 1835 gestiegen. Die Steigerung ist der Zunahme von Straftaten gegen fremdes Vermögen, sprich Diebstahl, Sachbeschädigung so‑wie insbesondere Betrugshandlungen, geschuldet.

Tips: Landesweit konnten im Vorjahr weniger Wohnungseinbrüche und weniger Gewaltdelikte verzeichnet werden: Folgt der Bezirk diesem landesweiten Trend?

Eilmannsberger: Trotz des geringeren Personalstands konnten wir dank massiver Präsenz und zielgerichteter Präventionsarbeit die Zahl der Wohnungseinbrüche auf einem niedrigen Level halten. Die Zahl der Dämmerungs-Wohnungseinbrüche ging markant zurück. Gewaltdelikte passieren im menschlichen Zusammenleben, die Zahl ist durch exekutives Handeln – Prävention – nicht beeinflussbar. Die Zahl der angezeigten Fälle unterliegt einem ständigen Auf und Ab. Im Vorjahr sank die Deliktszahl um 20 Prozent.

Tips: Wie sieht es im Bezirk Schärding mit den Big Five aus, also mit Kfz-Diebstählen, Wohnungseinbrüchen, Cyber Crime, Gewaltkriminalität und Tötungsdelikten?

Eilmannsberger: Gestohlen wurden im Vorjahr ein Pkw und zwei Motorräder. Wir mussten 17 Wohnraum-Einbrüche verzeichnen. Im Bereich der Gewaltkriminalität wurden 310 Fälle zur Anzeige gebracht, was ein Minus von 20 Prozent bedeutet. Tötungsdelikte gab es im Bezirk keine. Die Zahl der angezeigten Fälle an Cyber Crime, sprich Internetkriminalität, stieg um 58 Prozent – die Aufklärungsqoute liegt bei rund 47 Prozent.

Tips: Als Sorgenkind der Polizei entwickelt sich in den letzten Jahren die Cyber-Kriminalität: Ist das auch im Bezirk Schärding der Fall?

Eilmannsberger: Selbstverständlich sind wir auch von diesem Phänomen nicht ausgenommen, selbst wenn ein Großteil der Deliktsfälle dem mangelnden Misstrauen der Betroffenen geschuldet ist. In konkreten Zahlen heißt das: 57 angezeigte Fälle – eine Steigerung um 58,3 Prozent. Die Dunkelziffer liegt erfahrungsgemäß noch wesentlich höher.

Tips: Die Polizei im Bezirk Schärding glänzte bereits in der Vergangenheit mit Top-Aufklärungsquoten. Wie hoch war die Quote im Vorjahr?

Eilmannsberger: Wir sind wieder an die Oberösterreich-Spitze zurückgekehrt, die Aufklärungsquote liegt bei 73,5 Prozent.

Tips: Welche Bedeutung haben soziale Medien für die Polizeiarbeit? Was gibt es hier positiv anzumerken, was wirkt sich negativ aus?

Eilmannsberger: Positiv sind soziale Medien, wenn darin enthaltene Informationen zur Klärung von strafbaren Handlungen beitragen. Negativ, wenn damit strafbare Handlungen begangen werden. Die unumgängliche Auswertung solcher Tatmittel ist in jedem Fall höchst aufwendig und kann nur durch unseren IT-Spezialisten bewerkstelligt werden.

Tips: Worauf setzen Sie im Jahr 2018 den Schwerpunkt bei Ihrer Arbeit?

Eilmannsberger: Das Um und Auf ist das Niedrighalten der Wohnungs-Einbruchskriminalität. Daneben wird der Bekämpfung der Cyber-Kriminalität auch in unserem Bezirk ein hoher Stellenwert eingeräumt. Schulungen und der Besuch von Spezialausbildungen von interessierten Kollegen werden hier den Anfang bilden. Oberstes Ziel wird auch weiterhin sein, das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken.


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