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WALDKIRCHEN AM WESEN. Die Samthummel, deren letzter Fund aus Oberösterreich aus dem Jahr 1967 datiert, konnte Ende August von den Hummel-Experten des Naturschutzbundes Maria Zacherl, Walter Wallner und Johann Neumayer im Sauwald in der Gemeinde Waldkirchen am Wesen wieder nachgewiesen werden.

Die Samthummel konnte erstmals seit 1967 wieder nachgewiesen werden. (Foto: Walter Wallner)
Die Samthummel konnte erstmals seit 1967 wieder nachgewiesen werden. (Foto: Walter Wallner)

Ebenso konnte die Grubenhummel, eine ebenfalls sehr seltene Hummelart, aufgefunden werden. Durch die intensive Wiesenbewirtschaftung mit einer großflächigen gleichzeitigen Mahd erleiden bis spät in den Herbst fliegende Hummelarten einen eklatanten Nahrungsmangel. Das führte dazu, dass diese Arten über weite Gebiete Mitteleuropas ausgestorben sind. Rotkleereiche Wiesen, Straßenränder und vor allem Kleegraswiesen, bei denen der Rotklee noch zur Blüte kommt, sind die Voraussetzung dafür, dass diese Arten überleben können. Außerdem dürfen blütenreiche Flächen nicht weiter als 500 Meter auseinanderliegen, damit die Hummeln nach der Mahd auf das nächste Feld oder die nächste Wiese ausweichen können. „Gebiete mit Nutzungsvielfalt und kleinflächiger Struktur ermöglichen das Überleben dieser Arten, die in den großflächigen Maisanbaugebieten und auch im Intensivgrünland längst verschwunden sind“, so der Hummelexperte Johann Neumayer vom Naturschutzbund.

Naturbeobachtungen melden

Hummeln und andere Tierarten können auf www.naturbeobachtung.at, der Online-Plattform des Naturschutzbundes, gemeldet oder von Experten bestimmt werden.


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