Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

WELS. Unter dem Motto „Mehr als nur ein Schulweg – Radfahren bewegt“ lud die Radmodellregion Wels-Umland zum Radvernetzungstreffen für Schulen ein und forderte einmal mehr sichere Radwege – vor allem auch für Schüler.

v.r. Eliza Brunmayr (Klimabündnis), Pädagoge Herbert Meschuh, Johanna Eckerstorfer (ehemalige Schülerin), Umweltstadtrat Thomas Rammerstorfer, Juliane Stark von der Boku Wien und Lisa Hubmer (Klimabündnis) sprachen über den Welser Radverkehr. ⋌Foto: Tips (Foto: Tips)

Denn eigentlich fahren Kinder und Jugendliche gerne Rad, wie Juliane Stark vom Institut für Verkehrswesen der Boku Wien in ihrem Vortrag „Was Kinder und Jugendlich bewegt – mit dem Rad aktiv unterwegs“ darlegt. Ihre Untersuchungen zeigen, dass junge Menschen die Freiheit schätzen, wenn sie selbstständig unterwegs sein können, und dass sich Radfahren aber natürlich auch positiv auf die körperliche und mentale Gesundheit auswirkt.

Vor der Schule auslüften

Herbert Meschuh sieht als Lehrer am BRG Wallererstraße selbst täglich, welchen Unterschied es macht, wenn Kinder „ausgelüftet“ in die Schule kommen. Dass diese Zahl größer wird, dafür setzt er sich im Rahmen von „Meet & Bike“ ein.

14 Welser und eine Lambacher Schule verfolgen damit ein gemeinsames Ziel: sichere Radwege zu den Bildungseinrichtungen, und zwar durchgängig durch die ganze Stadt. „Die Hälfte der Kinder darf nicht fahren oder traut sich nicht zu fahren, weil es zu gefährlich ist“, weiß der leidenschaftliche Alltagsradfahrer und spricht dabei auch aus eigener Erfahrung als Vater.

Radverkehrsanteil 20 Prozent

Schon 2022 haben deshalb vier Schulen eine Petition mit 4.500 Unterschriften an den Bürgermeister übergeben und einen Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur und eine Steigerung des Radverkehrsanteils bis 2030 auf 20 Prozent gefordert. „20 Prozent mehr Radler, bedeutet 20 Prozent weniger Autos, bedeutet 20 Prozent weniger Parkflächen. Das entlastet den Verkehr und macht Wels automatisch sicherer“, stellt Meschuh in Aussicht.

„Volksgarten ist top“

Aber auch wenn es noch viel zu tun gibt, ist schon Positives geschehen: Über die Römerbrücke ist der Lehrer froh, denn sie macht es auch Schülern aus Schleißheim leichter, mit dem Rad zu fahren. Den Radweg durch den Volksgarten bewertet er als „top“ und der Lückenschluss in der Roseggerstraße sei gut gelungen. Apropos Volksgarten: Für die Landesgartenschau denkt Meschuh an eine Kooperation und könnte sich einen Radweg voller (aufgemalter) Blumen vorstellen. Was die Stadt zur Hebung des Radverkehrsanteils beizutragen gedenkt, erklärte Mobilitätsstadtrat Stefan Ganzert mit einem kleinen Einblick in das Mobilitätskonzept der Stadt, wobei ein vorrangiger Punkt die Öffnung der Eisenhowerstraße ist.

Zur Freude der Organisatoren vom Klimabündnis waren neben Lehrern, Eltern, Interessierten und dem Radfahrbeauftragten des Landes auch Mitglieder des Mobilitätsausschusses beim Radvernetzungstreffen anwesend. „Es ist ein Umdenken da und es gibt einen Konsens unter den Fraktionen, dass etwas passieren muss“, macht Gemeinderätin Gloria-Maria Umlauf den Rad-Aktivisten auch Mut.

Überfüllter Park

„Wo kann man eigentlich Radfahren lernen“ war eine Frage, die in der abschließenden Podiumsdiskussion auftauchte und mit dem Verkehrserziehungspark nur wenig zufriedenstellend beantwortet wurde. Zwar ist das Vorhandensein des Verkehrserziehungsparks erfreulich, allerdings sei einer für ganz Wels zu wenig, dieser außerdem nicht auf Radwegen zu erreichen und vor allen Dingen bei Schönwetter auch überfüllt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Weihnachtswelt und die Vorzüge: Gratis Bus am halben Wochenende

Weihnachtswelt und die Vorzüge: Gratis Bus am halben Wochenende

WELS. Die Hütten stehen schon in Reih und Glied. Der Lichterpfad nimmt mit den Figuren Gestalt an. Der Weihnachtsbaum vor dem Rathaus ist sowieso ...

Tips - total regionalGerald Nowak
Vorbildliche Lehrbetriebe bei der ineo-Gala im Rampenlicht

Vorbildliche Lehrbetriebe bei der ineo-Gala im Rampenlicht

OÖ/WELS. Die engagiertesten Lehrbetriebe Oberösterreichs standen bei der 13. ineo-Gala in Wels im Mittelpunkt. 200 Unternehmen erhielten heuer ...

Tips - total regionalNora Heindl
2,7 Millionen Euro, damit der Grünbach versickern kann

2,7 Millionen Euro, damit der Grünbach versickern kann

WELS. Das Schotterbecken, in dem der Grünbach kontrolliert versickert, ist mehr oder minder ausgeschöpft. Für die Neuerrichtung investiert ...

Tips - total regionalGerald Nowak
Fit für zweites Leben: Waschmaschine, Herd oder auch Kaffeevollautomat

Fit für zweites Leben: Waschmaschine, Herd oder auch Kaffeevollautomat

WELS. „Jedes Gerät, das repariert werden kann, ist eines weniger, das im Müll landet“, erklärt Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) bei ...

Tips - total regionalGerald Nowak
Welser Traditionsverbände gedachten Gefallenen in Sigmarkapelle

Welser Traditionsverbände gedachten Gefallenen in Sigmarkapelle

WELS. Die Traditionsverbände gedachten zu Allerseelen auch der gefallenen Kameraden der beiden Weltkriege.

Tips - total regionalMag. Ingrid Oberndorfer
Bäuerinnen sammelten mit Suppenaktion für die Tafel Wels

Bäuerinnen sammelten mit Suppenaktion für die Tafel Wels

WELS. Die Bäuerinnen aus dem Bezirk Wels Stadt/Land luden zu ihrer Suppenaktion ein und machten das max.center Wels so zum Treffpunkt für alle, ...

Tips - total regionalMag. Ingrid Oberndorfer
Weitere Beiträge