„Der größte Fall meines Vaters“ von Zdenka Becker

Michaela Primessnig Michaela Primessnig, Tips Redaktion, 07.03.2013 16:47 Uhr

Kriminalroman als Ode an den Vater.Die aus der Slowakei stammende Autorin nutzt diesen Roman, um eine Geschichte zu erzählen. Keine fiktive, auch nicht ihre eigene, sondern eine Geschichte ihres Vaters. Den inwischen 90-Jährigen besucht die Protagonistin einmal in der Woche. Der Pensionist und ehemalige Polizist sitzt inwischen im Rollstuhl und nutzt die Besuche seiner Tochter, um ihr von seinem größten Fall zu berichten. Von jenem Fall, der einst den Stein für seine spätere K Karriere, die er schließlich als Polizeipräsident im Westen der Slowakei beendete, ins Rollen brachte.Damals gelang es dem Oberleutnant, eine Mörderin zu überführen, die ihren Mann enthauptet hatte. Der 90-Jährige lässt den Fall im Gespräch mit seiner Tochter Revue passieren, berichtet ihr von den Hintergünden der Tat, den Lebensumständen der Mörderin und der Gesellschaft zur Zeit des kommunistischen Regimes in der Slowakei.Die Autorin erzählt in ihrem Roman nicht nur eine Kriminalgeschichte, sondern auch von der Geschichte der Vater-Tochter-Beziehung zwischen ihr und ihrem Vater. Sehr gefühlvoll und sehr authentisch. Ein Buch, das nicht nur Krimifans gefallen wird, soviel ist sicher.Aurorin: Zdenka Becker „Der größte Fall meines Vaters“ RomanDeuticke Verlag Hard-Cover, 224 Seiten Preis: 19,50 EuroISBN 978-3-552-06207-8
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