Kaum ist das für 2035 geplante Verbrenner-Aus in der EU Geschichte, läuft der BMW X3 als neuer 30e xDrive Plug-in-Hybrid zur Höchstform auf. Zufälle gibt“s. Es wird sich wohl tatsächlich um einen Zufall handeln, immerhin hat BMW ganz aktuell den neuen BMW iX3 vorgestellt. Eines der vielleicht wichtigsten Modelle der letzten Jahrzehnte. Aber man weiß auch, dass BMW stets für Technologieoffenheit plädiert hat, von dem her sind sie sicher ein Gewinner des EU-Schwenks. Um das Ganze via einem Modell auch transparent zu machen, haben wir uns des den neuen X3 zum Test eingeladen.

Die mittlerweile vierte Generation gibt es als Diesel, Benziner und Plug-in Hybrid, das Leistungsspektrum beginnt bei 197 Dieselpferden und endet bei 398 PS aus einem Reihensechszylinder im X3 M50. Mittendrin bewegt sich unser 30e, der mit einer Systemleistung von 299 PS aufwarten kann. Spannend: Trotz seinem massiven Leistungsplus gegenüber dem Diesel oder auch dem Basisbenziner ist der 30e knapp aber doch der günstigste X3.
Jaja, die liebe NoVa ist für derart Flausen bekannt. Der Preis ist mit 66.144,00 EUR aber eh Premium. Vor allem mit Blick auf die zwar saubere, aber ausbaufähige Serienausstattung. Fünf Ausstattungspakete und einige Einzelposten später landet man bei den 89.694,00 EUR unseres Testmodelles. Da ist dann aber wirklich alles aus dem M-Universum und an modernen Feinheiten wie klimatisierte Ledersitze, Head-up Display, Harman Kardon Sound System oder adaptiv LED-Lichter an Bord.
So man keine speziellen Vorlieben hat, ist der 30e xDrive also erste Wahl. Es sei denn, man braucht jedes Liter Kofferraumvolumen, da hat der Plug-in um 110 weniger zu bieten als seine reinen Verbrenner-Brüder. 470 bis 1.600 Liter sind aber auch sehr super, generell ist das Platzangebot ein Traum. Den dezenten Gewinn an Länge und Breite lässt man sich gerne gefallen, so man kein Profi-Basketballer ist auch die reduzierte Fahrzeughöhe.
Das tut dem Design gut, wobei man sich keine dynamischen Exzesse erwarten darf. BMW spricht selber von einem „monolithischen Erscheinungsbild“, was wir einfach mal so stehen lassen wollen. Highlights setzt wie so oft die zweigeteilte und optional beleuchtete Niere, arg bedrängt vom markanten Heck inklusive LED-Leuchten in T-Form und satinierter Querspange. Unbedingte Kaufempfehlung gibt es an dieser Stelle für die Kombi aus „Fire Red“-Metallic und mattschwarzen Alufelgen.
Damit sieht der X3 dann doch noch so dynamisch aus wie er sich im Fahrbetrieb gebärt. 299 PS sind natürlich über alle Zweifel erhaben, in 6,2 Sekunden ist der Sprint auf 100 km/h erledigt. Kraft herrscht stets im Überfluss, die Kooperation von Turbo-Benziner, E-Antrieb und 8-Gang Automatik ist stets kompetenter Herr der Lage. Spürbarer als sonst haben wir die sportliche Zuspitzung beim Wechsel in den Sport-Modus wahrgenommen. Auch akustisch.
Rein elektrisch schafft der 30e maximal 90 Kilometer, rekuperiert wird ganz easy im Automatik-Modus, geladen mit mauen 11 kW. Kein Problem, das High-end Interieur mit Curved Display und gestochen scharfen Bildern bietet genug Unterhaltungswert. Die Bedienung weniger, weil die ist in Windeseile durchschaut und erlernt.
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Echt lässig: Mehr Leistung um weniger Geld.
Echt stressig: Die Qual der Wahl bei den Extras.
Echt fett: Wie harmonisch sich der Dreh-Drückcontroller einfügt.
Echt schade: Die mit 11 kW begrenzte Ladeleistung
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Daten BMW X3 30e xDrive
Motor: 4-Zylinder Turbobenziner/E-Antrieb
Systemleistung: 299 PS
Max. Drehmoment: 450 Nm
Testverbrauch: ca. 6,7 Liter
Vmax: 215 km/h
0 auf 100 km/h: 6,2 Sek
Preis ab EUR 66.144,00










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