Dass sich minimaler Verbrauch und maximaler Fahrspaß in einem Toyota vereinen überrascht nicht. Das Modell dazu aber schon.

Dankbarkeit. Das ist, was uns als Erstes einfällt, wenn wir an unsere Testtage mit dem Toyota Aygo X denken. Kleinstwagen wie er sind selten geworden, stehen auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Arten ganz oben. Wie so oft geht es dabei meist ums Geld, je größer das Auto desto größer die Gewinnmarge, man kennt das ja. Freilich hat Toyota den Aygo auch nicht nur aus rein caritativen Zwecken im Schauraum stehen, dazu später mehr.
Schon seine pure Existenz ist also ein Gewinn für praktisch alle, Toyota wäre aber nicht Toyota, wenn sie sich damit begnügen würden. Ergo dessen haben es sich die Japaner nicht nehmen lassen, auch auf kleinstem Raum ein Maximum ihrer DNA stilgerecht in Szene zu setzen. Da ist altbekanntes wie Hybrid-Antrieb auf neustem Stand genauso mit dabei wie die neu entdeckte Liebe zum Sport, manifestiert in der Ausstattungsvariante „GR Sport“.
Auf den Antrieb hat das keine Auswirkungen, der neue Aygo X wird generell mit dem modernen Hybrid-System aus dem Yaris offeriert. Heißt im Klartext, satte 116 PS treffen auf gerade einmal 1.104 Kilogramm Leergewicht. Vielleicht zur besseren Einordung: Der neue Fiat 500 Mild-Hybrid leistet gerade einmal 69 PS. Da liegen auch bei so kleinen Autos große Welten dazwischen. Entsprechend gut gelaunt zelebriert der Aygo X Ampelsprints, innerstädtisch ist es eine pure Freude, mit ihm zwischen SUV-Schluchten durch zu wuseln.
Das können alle Aygos, der GR Sport erhöht dabei aber spürbar den optischen wie dynamischen Einsatz. Markanter Grill, Sportfahrwerk und 18-Zoll Felgen sind eine klare Ansage, oder andersrum, eine klare Absage an zu hohe Erwartungen an den Komfort. Knochentrocken federt der Aygo X aber nicht, ein gutes Mittelmaß mit einer Prise Knackigkeit. Das wertige Lenkrad liegt gut in der Hand, die fehlenden Sportsitze sind ein Indiz dafür, dass Toyota nicht alle Möglichkeiten ausgereizt hat.
Denn so wild, wie unser Testwagen mit seiner „Mustard Yellow Metallic/Black“ – Zweifarbenlackierung tut, ist er in echt ja gar nicht. Und 9,2 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h mögen eh super sein, ein Verbrauch rund um vier Liter auf 100 Kilometer ist weitaus spannender. Das Motorenduo aus 91 PS starken Dreizylinder Benziner und 80 PS leistender E-Maschine arbeitet so effektiv wie effizient, der rein elektrische Fahranteil ist vor allem innerstädtisch sehr hoch. Da reicht dann auch ein kleiner 30 Liter Tank für ordentliche Reichweiten.
Ja, das ist auch wichtig, zwei Erwachsenen steht einer großen Reise im Aygo X nichts entgegen. Vorausgesetzt man sieht die Rückbank als dass was sie in echt ist, eine Erweiterung des dann 588 Liter fassenden Kofferraumes. Nebst sportlichen Features liefert die Ausstattung auch anderweitig ab, Zwei-Zonen Klima, Keyless, induktives Laden und vieles mehr sind an Bord. Der 10,5“ große Touchscreen ist rasch durchschaut, klassische Tasten komplettieren die feine Benutzeroberfläche.
Damit rechtfertigt sich final auch der Ab-Preis von EUR 26.690,00 für den „GR Sport“, Aygo X fahren generell startet schon bei EUR 20.490,00.
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Echt lässig: Dass es ihn gibt.
Echt stressig: Die hohe Ladekante des Kofferraums.
Echt fett: Ohne Verzicht Verbräuchen von weniger als vier Liter auf 100 Kilometer.
Echt schade: Dass er so wenig Konkurrenz hat. Gar keine genau genommen.
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Daten Toyota Aygo X GR Sport
Motor: 3-Zylinder Benziner/E-Motor (Vollhybrid)
Systemleistung: 117 PS
Systemdrehmoment: 141 Nm
Testverbrauch: ca. 4,2 Liter
Vmax: 172 km/h
0 auf 100 km/h: 9,2 Sek
Preis Testwagen ab EUR 26.690,00
Preis Basismodell ab EUR 20.490,00










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