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Tragödie in Australien: Kind (11) geht nach Schlangenbiss schlafen und stirbt

Tips LogoVerena Beneder, LL.B., 25.10.2025 07:06

QUEENSLAND. Ein elfjähriger Junge aus der Region South Burnett im australischen Bundesstaat Queensland ist nach einem Schlangenbiss gestorben, weil seine Symptome falsch gedeutet wurden.

Symbolbild: MEDIAIMAG/stock.adobe.com
Symbolbild: MEDIAIMAG/stock.adobe.com

Die Tragödie ereignete sich im November 2021 auf einem abgelegenen Anwesen. Der Junge war mit einem Aufsitzrasenmäher unterwegs, als er stürzte. Zeugen vermuteten, er könnte dabei von einer Schlange gebissen worden sein, andere hielten es für eine harmlose Verletzung. Da keine eindeutigen Bissspuren zu erkennen waren, wurde ein Schlangenbiss schließlich ausgeschlossen. Anstatt medizinischen Rat einzuholen, wurde das Kind ins Bett geschickt, um sich auszuruhen – mit tödlichen Folgen.

Falsche Annahmen über die Beschwerden

Am Abend klagte das Kind über Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und starke Müdigkeit. Diese Symptome wurden als Folge einer vermeintlichen Alkoholvergiftung fehlinterpretiert. Der Vater war überzeugt, sein Sohn habe Alkohol konsumiert, und ließ ihn schlafen, um sich „auszunüchtern“. Am nächsten Morgen war er tot. Eine spätere toxikologische Untersuchung ergab, dass sich kein Alkohol in seinem Körper befand.

Das Gift der Östlichen Braunschlange

Die Obduktion bestätigte, dass der Junge an inneren Blutungen infolge eines Bisses der Östlichen Braunschlange (Pseudonaja textilis) gestorben war. Das Gift dieser hochgefährlichen Art kann eine schwere Störung der Blutgerinnung verursachen, bei der das Blut nicht mehr normal gerinnt. Diese seltene Komplikation tritt nur bei etwa drei Prozent aller Braunschlangenbisse auf, verläuft jedoch ohne Behandlung oft tödlich – innerhalb weniger Stunden. Fachleute erklärten, dass Schlangenbisse häufig unauffällig sind und die Symptome leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt werden können.

Ein vermeidbarer Tod

Die Gerichtsmedizin kam zu dem Schluss, dass der Tod des Kindes mit hoher Wahrscheinlichkeit hätte verhindert werden können, wenn frühzeitig medizinische Behandlung erfolgt wäre. Das Kind zeigte über Stunden deutliche Anzeichen einer Vergiftung, erhielt jedoch keine Notfallversorgung. Eine spätere strafrechtliche Untersuchung gegen den Vater wurde eingestellt.


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