LOS GATOS. Netflix hat den Bieterkampf um Warner Bros. Discovery beendet und sein Angebot nicht mehr nachgebessert. Damit rückt Paramount als Käufer des Medienkonzerns in den Vordergrund. Für Warner Aktionäre geht es um Milliarden und um die Frage, welches Modell den größten Wert bringt.

Wie DWDL.de am 27. Februar 2026 berichtet, ließ Netflix eine vertraglich festgelegte Frist verstreichen und zog damit faktisch den Stecker für den im Dezember vereinbarten Deal. Zuvor hatte Warner Bros. Discovery das zuletzt erhöhte Angebot von Paramount als überlegen eingestuft.
Paramount legt finanziell nach
Paramount Skydance bietet demnach 31 US Dollar je Aktie für den gesamten Konzern. Netflix lag bei 27,75 US Dollar je Aktie und wollte vor allem Studio und Streaming übernehmen, während lineare Sender ausgegliedert worden wären.
Zusätzlich räumt Paramount dem Warner Konzern weitere Sicherheiten ein. Dazu zählt die Zusage, eine Vertragsstrafe von 2,8 Milliarden US Dollar zu übernehmen, die bei einer Auflösung des Netflix Vertrags fällig wird.
Weitere Milliarden bei Verzögerung oder Verbot
Kommt der Deal nicht rasch über die Bühne, kann es für Paramount teurer werden. Berichtet wird auch von einer Verzögerungszahlung ab Ende September 2026 sowie einer hohen Zahlung, falls die Übernahme an regulatorischen Hürden scheitert.
Für Warner Bros. Discovery bedeutet das: Mehr Geld auf dem Tisch, aber auch ein Verfahren mit vielen Prüfstellen. Ob und wann ein Abschluss gelingt, hängt damit nicht nur von den Aktionären, sondern auch von den Behörden ab.


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