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RIED. Die Stadt Ried ist jetzt offiziell ins Rennen um einen Fachhochschul-Standort gegangen. Sie will dafür das gesamte Areal zwischen Aubach und der Fernstraße B141 zur Verfügung stellen.

Vertreter alle vier Stadtratsfraktionen präsentierten den Plan (v. l.): Vizebürgermeister Thomas Dim (FPÖ), Stadträtin Claudia Schoßleitner (ÖVP), Vzbgm. Michael Steffan (SPÖ), Bürgermeister Albert Ortig (ÖVP), Vzbgm.in Gabriele Luschner (ÖVP), Stadtrat Max Gramberger (Grüne).

Bürgermeister Albert Ortig: „Die Stadt Ried stellt Bund und Land damit einen hoch attraktiven Standort zur Verfügung. Hier ist jegliche Art von Kooperationen mit bestehenden Angeboten aus Industrie und Forschung möglich.“

Die Stadt will auf dem Areal einen „richtigen“ Campus bauen – „fast wie eine Universitätsstadt“, wie Vizebürgermeister Michael Steffan meinte. Dafür, so Steffan, brauche man etwa 1000 Studierende, müsse also mehrere Studiengänge anbieten. Das könnten Werkstofftechnik, Leichtbau, Pflege- und Gesundheitsausbildungen oder Agrartechnik sein: „Wir brauchen Fachrichtungen, die der Region entsprechen.“

Die raumplanerischen Voraussetzungen dafür schuf der Gemeinderat am Donnerstag: Die Mandatare beschlossen einstimmig die Umwidmung des Gebietes in „Sonderwidmung überregionale Bildungseinrichtung“.

Damit zog die Stadt zugleich einen Schlussstrich unter ein seit 2007 schwebende Umwidmungsverfahren. Damals sollte der Grund zum Betriebsbaugebiet umgewidmet werden, aus diversen planungspolitischen Gründen wurde das Verfahren aber zurückgestellt. Die neue Widmung sorgt nebenbei auch für Rechtssicherheit bei den Grundeigentümern.

100.000 Quadratmeter

Das Areal „westliches Aubachgebiet“ ist über 100.000 Quadratmeter groß, wovon nach den Worten von Bürgermeister Ortig 40.000 (im Besitz der ISG) „sofort verfügbar“ seien. Ortig wies auch auf die Erfahrung der Stadt mit der Sozialakademie und dem Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege im Krankenhaus hin.

Stadträtin Claudia Schoßleitner: „Die Stadt hat ihre raumplanerischen Hausaufgaben gemacht und steht mit diesem Angebot im Wettbewerb um einen FHS-Standort an erster Stelle.“

Zur Verkehrsanbindung soll an der B141 auf Höhe der Kreuzung mit dem Renetshamerweg ein Kreisverkehr gebaut werden.

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