Von den Flechten zu den Sternen: „Bundschuh“ bietet viele Themen
RIED. Zum 29. Mal bringt das Museum Innviertler Volkskundehaus einen Band der Reihe „Der Bundschuh“ heraus. Die Präsentation findet am Dienstag, 3. November, um 19 Uhr im Sparkassen-Stadtsaal Ried statt. Präsentiert wird der neue „Bundschuh“ von Cornelia Schlosser, musikalisch begleiten Luilo & Co. die Vorstellung.

Der erste von 23 Beiträgen der neuen Ausgabe ist der Astrofotografie gewidmet. Der junge Schärdinger Autor Niklas Schneiderbauer zeigt eindrucksvolle Aufnahmen und gibt Einblicke in sein Hobby.
Zeitgeschichte
Einen breiten Raum nimmt auch in der aktuellen Ausgabe die Zeitgeschichte ein. Über den ersten Präsidenten der Innviertler Künstlergilde, Hans Hammerstein-Equord, und dessen Zeit als Dichter und Politiker hat Christian Peterlik intensiv recherchiert. Wie der Alltag und die Ausbildung von Soldaten im Zweiten Weltkrieg aussahen, berichtet die junge Autorin Hannah Dullinger.
Eine Erzählung von Maria Reitinger über den Widerstand eines Innviertler Bauern gegen die Nationalsozialisten hat Ewald Ratzenböck zu Papier gebracht. An zwei vergessene Opfer der NS-Zeit, Rudolf Thalmannsböck und Juliana Stockmaier, versucht Richard Jansko zu erinnern.
Martin Brandstötter erzählt die Geschichte, wie seine Großeltern zu Grundbesitzern wurden, unter dem Titel „Die Toten von Osternach“. Über das Leben der Krankenpflegerin Rosa Beer erfahren die Leser mehr von Klaus Pumberger. Darüber hinaus gibt es einen kurzen Nachtrag zu 90 Jahre Kriegerdenkmal in Ried von Gerold Falch und Gerald Held.
Aus dem Bezirk Ried
Josef Wiesenberger erzählt vom Beruf seiner „Strigl-Vorfahren“ aus Obernberg.
Ein weiterer junger Autor ist Simon Wakonig, welcher unter dem Titel „Sehen, Hören, Handeln“ die sinnliche Wahrnehmung in der Feuerbekämpfung des Marktes Aurolzmünster um 1808 behandelt. Gleich weiter geht es mit dem Thema Feuerwehr, durch Alfred Pixner der über die Jubiläen der Feuerwehr der Stadt Ried berichtet. Geschichten über Brandkatastrophen, Feuerschreier, Nacht- und Gefängniswärter aus Braunau und Ried erzählen Tamara und Manfred Rachbauer.
Aus dem Bezirk Braunau
Philipp G. Bauer hat sich intensiv mit der Geschichte der Reichsbrücke Braunau-Simbach beschäftigt.
Welche Güter aus Munderfing vor 1.250 Jahren an das Kloster Mondsee geschenkt wurden, beschreibt Franz Daxecker.
Geschichten über Brandkatastrophen, Feuerschreier, Nacht- und Gefängniswärter aus Braunau und Ried erzählen Tamara und Manfred Rachbauer.
Aus dem Bezirk Schärding
Über die Geschichte ihrer Eltern und deren Kramerladen Wimmer in Altschwendt schreibt Christa Paschl. Claudia Reischl schildert, was die Familie Zötl mit dem Färberwesen in Schärding zu tun hatte.
Warum die Kaiserin vom Dorfer Bäcker einen Brief erhalten hat und was drinnen stand, darüber schreibt der nächste Jungautor Christoph Hellwagner in seinem Artikel.
Innviertler Geschichte(n)
Über Eisenbahnprojekte im Inn- und Hausruckviertel, welche zwar geplant, aber nie realisiert wurden, weiß Willi Jobst zu berichten.
Spannende Informationen über den Missbrauch der Amtsgewalt im Innviertel der 1830er Jahre hat Eva Heitzinger-Weiser gefunden.
Alois Baumgartner schreibt über einen Besuch Kaiser Karl VI. Landschloss Neuwartenburg in der Marktgemeinde Timelkam anno 1732.
Naturkundliches
Zu guter Letzt geht es ab in die Botanik. Michael Hohla erklärt, wie zauberhaft, überirdisch und mirakulös Misteln sind und Heinz Forstinger beschreibt die enge Nähe zwischen Pilzen und Bäumen. Franz Berger und Josef Alois Stempfer widmen ihren Artikel dem ehemaligen Pfarrer von Tumeltsham, Franz von Paula Stieglitz, und wie die Flechtenkunde im Innviertel ihren Anfang fand.








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