Gesundheitsrisiko für Kinder durch Spielzeugschleim
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Gesundheitsrisiko für Kinder durch Spielzeugschleim

AK-Konsumentenberater Österreich AK-Konsumentenberater Österreich, Tips Redaktion, 04.12.2018 08:39 Uhr

Aufgrund großer Beliebtheit bei Kindern hat der Konsumentenschutz der AK OÖ Spielzeugschleime und sogenannte „intelligente“ Knete testen lassen. Das Ergebnis ist beunruhigend: Ein ernstes Gesundheitsrisiko für Kinder stellt einer der Schleime im Test aufgrund der hohen Konzentration von Bor dar. Von drei weiteren geht immerhin noch ein hohes bis geringes Risiko aus, ebenfalls wegen zu viel Bor. Laut EU-Chemikalienverordnung kann Bor die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und Kinder im Mutterleib schädigen.

Für das gefährlichste Produkt des AK-Tests wurde bereits eine europaweite Warnung über das EU-Schnellwarnsystem für gesundheitsgefährdende Produkte (RAPEX) ausgegeben, damit dieses in ganz Europa vom Markt genommen wird. Insgesamt hat die AK OÖ 6 Spielzeugschleime und 6 „intelligente“ Kneten im Labor untersuchen lassen.

Dabei wurden im Furzschleim des deutschen Coppenrath Verlags 8775 mg/kg Bor festgestellt. Erlaubt sind aber maximal 300 mg/kg laut der österreichischen Spielzeugverordnung bzw. der EU-Spielzeugrichtlinie. Aufgrund dieser extremen Grenzwertüberschreitung geht von diesem Schleim ein ernstes Gesundheitsrisiko aus. Bei drei weiteren Schleimen (Jupiter Slime malleabile „Planeti“, Sellmando Schleim und  gooZooKa Schleim im Ölfass) wurden ebenfalls extreme Grenzwertüberschreitungen bei  Bor festgestellt.

AK-Warnhinweis: Wir empfehlen dringend, den Furzschleim des Coppenrath Verlags zu entsorgen oder in den Handel zurückzubringen! Betroffen sind Produkte mit der Artikelnummer 14109, die man unten auf dem Aufkleber ablesen kann. 

Keine Grenzwertüberschreitungen gab es bei den „intelligenten“ Kneten, da aufgrund deren dichtere Konstistenz und damit dem geringen Risiko des Verschluckens auch höhere Grenzwerte erlaubt sind.

Weiter Informationen finden Sie auf ooe.konsumentenschutz.at.

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