Spielzeug oft zu laut für Kinderohren

AK-Konsumentenberater Österreich AK-Konsumentenberater Österreich, Tips Redaktion, 19.12.2018 09:57 Uhr

Autos mit Motorengeräuschen und sprechende Kuscheltiere sind bei unseren Kindern beliebt. Für Eltern sind die Geräusche auf Dauer nervig und für die Kinder selbst entpuppen sich lärmende Spielsachen als gefährliche Krachmacher.

Die AK-Konsumentenschützer haben Spielsachen unter „Kinderzimmerbedingungen“ getestet: Alle getesteten Produkte haben Messwerte über 60 Dezibel. Bei sechs Spielsachen wurden bei einem Abstand von einem halben Meter über 80 Dezibel gemessen. Zum Vergleich: Ein Presslufthammer in 1 Meter Entfernung hat etwa 100 Dezibel.

Was von Erwachsenen, die meist einen größeren Abstand zur Lärmquelle haben, als störend wahrgenommen wird, stellt für Kinder grundsätzlich eine Belastung dar und es besteht die Gefahr, ihr Gehör dauerhaft zu schädigen. Experten gehen zwar davon aus, dass Belastungen unter 80 Dezibel keine bleibenden Schäden hinterlassen, jedoch gibt es dafür keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Nicht nur die Intensität sondern auch die Dauer der Lärmbelastung ist wesentlich.

Ohren auf beim Spielzeugkauf: Prüfen Sie beim Kauf von Spielsachen mit eigenen Ohren wie laut das Spielzeug ist. Ein kurz angespielter Ton mag gerade noch erträglich erscheinen. Bedenken Sie aber, dass Ihr Kind dieses Spielzeug oft stundenlang benutzt. Empfinden Sie es als zu laut, sollten Sie den Krachmacher gar nicht kaufen!

Denn, nur wer gut hört, kann gut sprechen lernen. Daher ist es wichtig, Kinder vor starkem und anhaltendem Lärm zu schützen. Überdenken Sie auch Ihre eigenen Gewohnheiten: Muss der Fernseher ständig im Hintergrund laufen? Seien Sie außerdem besonders vorsichtig bei Spielzeugpistolen, Pfeifen oder Feuerwerkskörpern, da so kurze Geräusche gar nicht in der eigentlichen Lautstärke erfasst werden, aber nicht weniger gefährlich sind.

Weitere Infos zu gutem Spielzeug finden Sie unter ooe.konsumentenschutz.at.

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