„Musste das sein, Herr Doktor?“ von Klaus Haselbruner

Michaela Primessnig Michaela Primessnig, Tips Redaktion, 03.04.2013 11:29 Uhr

Wieviel Wahrheit kann ein Patient ertragen?   Dieser Frage geht der Allgemeinmediziner Klaus Haselbruner auf den Grund. In seiner Erzählung weigert sich ein Oberarzt plötzlich, den regulären Therapieweg der Schulmedizin zu gehen. Grund dafür: Er selbst erhält die Diagnose einer bereits fortgeschrittenen Krebserkrankung. Ein seit vielen Jahren befreundeter Landarzt und Kollege soll ihm helfen. Der Mediziner bittet den Freund, ihm Sterbehilfe zu leisten, wenn die Schmerzen unerträglich würden. Dieser verspricht ihm, zu helfen, kämpft aber innerlich mit dieser Belastung. Haselbruner erzählt auf sehr berührende und ganz und gar nicht klassisch medizinische Art und Weise von Patienten, die mit schwerwiegenden Krankheitsbildern konfrontiert sind, die ihrem Leben plötzlich einen begrenzten Zeitrahmen übrig lassen. Es ist die Mitteilung der Diagnose, die den Menschen auf den schmalen Weg zwischen Hoffnung und Verzweiflung führen kann. Dabei wird auch das Verhältnis zwischen Arzt und Patient sehr genau beleuchtet. Doch was ist das Beste für den Patienten? Helfen die Informationen der Götter in Weiß oder lassen sie den Betroffenen oft auch mit einer Wahrheut alleine, die Mensch unmöglich verarbeiten kann. Wer kann helfen? Die Familie? Die Freunde? Oder kann man sich dann doch nur selbst helfen? Ein Buch für all jene, die sich mit diesen Fragen auseinandersetzen wollen. Ehrlich, gespickt mit den Fragen des Lebens und mit viel Emotionalität.   Autor: Klaus Haselbruner „Musste das sein, Herr Doktor!“edition innsalz Erzählung Engl. Broschüre, 188 Seiten ISBN: 978-3-902616-80-7 Preis: 15,90 Euro  
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