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Landwirtschaftskammer-Präsident : "IG Milch ist Auslöser der Misere auf dem Milchmarkt"

Mag. Claudia Greindl, 10.05.2017 10:12

BEZIRK FREISTAD/OÖ/NÖ. Lob für die Entscheidung der Molkereigenossenschaften, die Milchbauern ohne Lieferverträge aufzunehmen, kommt von Landwirtschaftskammerpräsident Franz Reisecker. Zugleich nennt er aber auch die IG Milch als Verursacher der Krise.

Die Landwirtschaftskammer hat im Hintergrund vermittelt, dass die Milch wieder einen Abnehmer bekommt. Foto: LWK

„Mit Hilfe der Molkereigenossenschaften konnte eine Schließung dieser Betriebe erfolgreich abgewendet werden.“ Reisecker dankte den bäuerlichen Funktionären, zugleich aber auch den Bauern, die ihren Verarbeiter nicht gewechselt haben und die jüngsten Entscheidungen mittragen müssen.

Verständnis für Preisunterschied

„Daher ist es mehr als verständlich, dass die Milchauszahlungspreise unterschiedlich sein müssen“, so der Präsident weiter. Das Ende der Alpenmilch Logistik sei durch mangelnde Auslastung und den Sammelaufwand herbeigeführt worden. „Im gleichen Zug zu sagen, dass für die Molkereien der Milchtransport ohne größeren Aufwand möglich wäre, ist mehr als unfair“, betont Präsident Reisecker.

Keine Rede von Verantwortung

Die IG Milch bezeichnet er als Auslöser der Misere. Die Absicht, den Genossenschaften zu zeigen, wie man bessere Milchpreise zustande bringt, sei gescheitert und habe neben Rissen in der Bauernschaft auch einen hohen Preis von den betroffenen Bauern gefordert. Reisecker: „Von der Verantwortung oder gar Haftung jener, die ihre Standeskollegen in die Misere hineingeritten haben, redet niemand.“ Nun solle wieder zukunftsorientiert gearbeitet werden.


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Gastuser
Gastuser
10.05.2017 23:14

Schuld ist immer Ansichtssache

Natürlich ist der schuld der versucht etwas mehr herauszuholen als sonst geboten wird und wenns schief geht wird nochmal nachgetreten. Wie wärs wenn mal etwas nachgedacht würde wer eigentlich den preis drückt, nicht der kleine bauer der in der woche 1000/1500 Liter Milch liefert, sondern die die xtausende Liter liefern und auch der Handel(wenig zahlen, viel verdienen) und wenn zuviel da ist knallen wir a Aktion mit “a paar Netsch“ aussi. “Da muass o des rearn kumma.“ A bissl Verständnis war angesagt, sie haben vielleicht net immer in richtigen Ton getroffen, aber die Grundaussage ist schon richtig.


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