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LINZ. 2019 beschloss der Linzer Gemeinderat das erste Linzer Klimaprogramm – und schon gibt es hitzige Debatten um die Linzer Grünräume.

Eine hitzige Debatte gibt es um die Begrünung der Stockhofstraße. Foto: JP Song/Shutterstock.com
Eine hitzige Debatte gibt es um die Begrünung der Stockhofstraße. Foto: JP Song/Shutterstock.com

Mit Jahresbeginn starten die Arbeiten zur Klimaanalyse. Auch ein Stadtklimatologe soll 2020 eingestellt werden, ebenso wie eine Klimastabsstelle geschaffen werden soll. Dies alles ist im ersten Linzer Klimaprogramm verankert. Ebenso werden Begrünungsprojekte welche schon 2019 im Gespräch waren vorangetrieben – so zum Beispiel das Pilotprojekt Fassadenbegrünung beim Neuen Rathaus. An der süd- und der westlichen Fassade im dritten Stock wurde bereits eine ankhilfe angebracht. Im Frühjahr folgt nun die Bepflanzung. „Da können sogar Kiwis wachsen“, schmunzelt Bürgermeister Klaus Luger.

Bäume statt Parkplätze

Auch die Pflanzung von Bäumen soll 2020 voranschreiten, so zum Beispiel in der Stockhofstraße. Die Straße soll 300 Quadratmeter Grünfläche und acht Bäume erhalten. Da die Flachwurzeln der schon bestehenden, denkmalgeschützten Schnurbäume dem Asphalt zusetzen, wird unter den Bäumen eine 150 Quadratmeter große versiegelte Fläche vom Asphalt befreit. Diese Pläne sorgen für Aufregung, da den Begrünungsmaßnahmen Parkplätze zum Opfer fallen würden. „Die Meinung ist oft: „Pflanzt Bäume – aber nicht bei mir, wenn es einen Parkplatz kostet“. Das ist menschlich“, so Luger und ergänzt hinsichtlich des Widerstandes: „Es wird in der Stockhofstraße eine Nagelprobe sein, ob der Gemeinderat die Umgestaltung beschließt, aber ich bin optimistisch.“

„Das überrascht mich ein bisschen, dass der Herr Bürgermeister die Stockhofstraße als Nagelprobe herausgreift. Aus meiner Sicht gibt es da viel gravierendere Eingriffe, die in den vergangenen Jahren tabu waren – nämlich dass man jetzt überlegt, ob man den Grüngürtel umwidmet in Bauland oder Betriebsbaugebiet. Das ist aus meiner Sicht ein bedeutend gravierenderer Eingriff als ein einzelner Baum, den man irgendwo pflanzt oder auch nicht“, kritisiert Umweltstadträtin Eva Schobesberger.


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Hintersteiner
Hintersteiner
22.01.2020 21:59

Stockhofstraße

Ausgerechnet in der Stockhofstraße will man Parkplätze vernichten, wo doch rundherum genug Bäume stehen. Das ist totaler Unsinn und schädigt die dort befindlichen Geschäfte. Da wird von der Belebung der Innenstadt gesprochen und dann so etwas Kontraproduktives. Totale Fehlplanung. Hoffentlich genehmigt der Gemeinderat diesen Schwachsinn nicht.