34 "Sorgende Gemeinschaften" in Oberösterreich im Entstehen
OÖ/LINZ. Mit der „Betreuungsarchitektur 2040“ will das Land OÖ den Herausforderungen im Bereich der Pflege entgegensteuern. Ein Baustein sind „Sorgende Gemeinschaften“. Das Ziel, im Jahr 2026 in Summe 30 solcher regionaler Initiativen zu starten, wurde bereits übertroffen.

Wie kann Betreuung im Alter künftig funktionieren, wenn gleichzeitig immer mehr Menschen Unterstützung brauchen? Oberösterreich setzt dabei auch auf lokale Netzwerke: Unter dem Begriff „Sorgende Gemeinschaften“ sollen Gemeinden, Nachbarschaften, Vereine, Pfarren und professionelle Dienste enger zusammenarbeiten, damit ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt zuhause leben können. Gesetzt wird auf ein starkes Miteinander innerhalb der Gemeinde, professionelle Angebote sollen mit ehrenamtlichen Engagement verknüpft werden. Die Umsetzung erfolgt in den Gemeinden selbst und orientiert sich an den jeweiligen regionalen Bedürfnissen.
Zwischenbilanz: 34 Initiativen im Aufbau
Als Ziel für 2026 hat Sozial-Landesrat Christian Dörfel (ÖVP) den Aufbau-Start 30 solcher Initiativen herausgegeben.
Am Freitag wurde bei einer Informationsveranstaltung zum Thema Zwischenbilanz gezogen. Bereits 34 Initiativen befinden sich derzeit im Aufbau.
Bei der Informationsveranstaltung am Freitag informierten sich Gemeindevertreter und Systempartner über die nächsten Schritte sowie über die Unterstützungsangebote des Landes Oberösterreich.
„Wir wollen älteren Menschen ein möglichst selbstbestimmtes Leben in ihrer vertrauten Umgebung ermöglichen und gleichzeitig pflegende Angehörige entlasten. Dafür schaffen wir die notwendigen Strukturen“, so Dörfel. Das große Interesse zeige, „dass dieses Konzept in den Gemeinden auf fruchtbaren Boden fällt“.
Regionalmanagement unterstützt beim Aufbau
Eine wichtige Rolle übernimmt dabei das Regionalmanagement OÖ. Es begleitet interessierte Gemeinden beim Aufbau, unterstützt die Vernetzung lokaler Partner und hilft bei der Entwicklung passender Lösungen.
„Sorgende Gemeinschaften entstehen nicht nach einem einheitlichen Bauplan. Jede Gemeinde verfügt über andere Voraussetzungen, bestehende Angebote und engagierte Menschen. Entscheidend ist, diese Kräfte vor Ort zu bündeln und daraus tragfähige Strukturen zu entwickeln“, so Dörfel.
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